Manfred Bleskin zum Amoklauf von Emsdetten
Manfred Bleskins (n.tv) Kommentare treffen häufig genau ins Schwarze, auch wenn sie aus diesem Grund zahlreichen Realitätsverweigerern ein Dorn im Auge sind. So findet er auch zum Amoklauf von Emsdetten und dem anschließenden Gegacker unserer ach so intelligenten Politiker die richtigen Worte:
Die Methode wird bei bestimmten deutschen Politikern immer beliebter: Statt ein Übel bei der Wurzel zu packen, schnippeln sie am Wildwuchs herum, lehnen sich zurück und sind bass erstaunt, wenn das Böse nachwächst. Â
(…)
Nicht jeder Frust endet dort, wo Sebastian B. endete. Doch das Gewaltpotential auf deutschen Schulhöfen, wo Neonazis vielfach unbehelligt ihre Hass-CDs verteilen, macht Angst. Was wird aus den Kindern, die schon im Säuglingsalter zum Prekariat gehören?
Der Aktionismus, der nach dem Schrecken an der Emsdettener Geschwister-Scholl-Schule entwickelt wird, erinnert fatal an die Situation nach dem Amoklauf des Robert Steinhäuser am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Das ist gut viereinhalb Jahre her. Geändert hat sich wenig. Schulen mit humanistischen Namen zu schmücken ist gut. Human zu handeln ist besser.
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