UN-Klimabericht: Golfstrom versiegt bis 2100

Der Golfstrom ist eine Meeresströmung im Atlantik, die insbesondere West- und Nordeuropa ein milderes Klima beschert, als es in dieser geographischen Lage sonst üblich wäre. Diese Strömung schwächelt. Ursache ist die globale Erwärmung, mit der auch ein Abschmelzen des Eises an den Polen erfolgt. Dadurch sinkt der Salzgehalt des Wassers, während zugleich das Wasser wärmer wird. Beides wirkt sich auf das Gewicht des Wassers aus. Denn damit das zwischenzeitlich abgekühlte Wasser des Golfstroms am Nordpol in die Tiefe sinken kann, muss es schwerer sein als das Oberflächenwasser. Dies ist dann der Fall, wenn es kälter oder salzhaltiger ist oder beides. Die beim Absinken des Wassers dort entstehenden Strömungskräfte erzeugen einen Sog, der weiteres Wasser nach sich zieht. Dies ist einer der Mechanismen, mit denen das globale Förderband der Meeresströmungen aufrecht erhalten wird.

Nun warnt der neue Klimabericht der Vereinten Nationen (UN) davor, dass der Golfstrom bis 2100 versiegen könnte. Grund: die globale Erwärmung, der Klimawandel. Abhilfe könnte nur noch ein sofortiges Handeln von Politik und Wirtschaft schaffen - weltweit. Denn die Abkühlung durch den schwächeren Golfstrom ginge einher mit einer um den Faktor 3 stärkeren atmosphärischen Erwärmung. Im Ergebnis würde es eher wärmer als kälter. Ein globaler Masterplan sieht die verstärkte Nutzung von Wind-, Wasser- und Sonnenkraft bis 2050 vor, wodurch der Austoß der Klimagase halbiert werden könnte. So könnte die Erwärmung auf unter 2 Grad beschränkt werden, andernfalls wäre eine Erwärmung um bis zu 5,8 Grad bis 2050 möglich. Die Folgen wären wohl nicht vorhersehbar, da einzelne Extreme und Katastrophen zugleich andere Faktoren beeinflussen. Der Prozess der Erwärmung mit all seinen Folgen würde sich in einer Art Kettenreaktion mit gegenseitigen Wechselwirkungen selbst verstärken und beschleunigen.

Da die Menschen sich eher weltweit Bomben auf die Köpfe werfen anstatt eine globale Verantwortung für den Klimawandel zu übernehmen und entsprechend zu handeln, halte ich jegliche Studie und jedes Geplänkel für überflüssig. Der Mensch, der sich in seinem Größenwahn gar noch als homo sapiens sapiens bezeichnet, wird als jene Art in die Erdgeschichte eingehen, die ausschließlich von ihrer eigenen Dummheit, Verblendung und Maßlosigkeit hingerafft wurde. Vielleicht kann dann aber doch noch intelligentes Leben auf diesem Planeten entstehen.

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