Du bist am Arsch

Gerade eben durfte ich erfahren, dass es einen weiteren Menschen aus meinem Umfeld hingerafft hat. Irgendwann in der Nacht von Samstag auf Sonntag setzte er seinem Leben ein Ende. Dabei fehlte ihm eigentlich nichts: Abitur, Studium, Diplom – alles da. Nur einen festen Job gab es nicht. Angebote für Praktika und Minijobs jedoch ohne Ende. Davon kann nur leider niemand menschenwürdig leben, wenn er keine anderweitige Unterstützung hat.

Da fiel mir just die Kampagne “Du bist Deutschland” ein, die seinerzeit von zahlreichen Bloggern auf den Arm genommen worden war. Ich lud mir also das Template und ein Foto bei Photocase herunter, das der Situation entsprechen könnte, wie man ihn vorgefunden hat. Hier ist das Ergebnis:

Du bist Deutschland - Du bist am Arsch

Ich hoffe, mit dem Bild und dem Text das ausdrücken zu können, was er dachte und worüber wir auch manches Mal diskutiert hatten: dass Raubtier-Kapitalismus und Neoliberalismus die zwei Köpfe einer gewissenlosen, verdorbenen Bestie mit Wurzeln in den USA sind, die tagtäglich weltweit über unzählige Leichen geht, damit sie immer genug zu fressen hat.

Ich hasse Beerdigungen…

2 Kommentare zu “Du bist am Arsch”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Lesen, Nachdenken, Schreiben

    [...] ich mehrmals einen Brief gelesen, der an mich adressiert wurde, bevor der Absender seinem Dasein ein Ende setzte. Der Inhalt des Briefes ist erschütternd und geht bis ins Mark, da er anhand eines [...]

  2. Die INSM, Unicheck und die Zungen « Unicheck-Watchblog

    [...] denn an jedem durch Sozialraub und Chancenungleichheit Verhungerten und Suizidenten tragt Ihr eine massive Mitschuld. Möglicherweise wäre daher für Euch die Bezeichnung [...]


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