Gerhard “Goldi” Schröder im Kanzleramt (Satire)

Jörg Immendorff übergab nun ein Porträt von Gerhard Schröder, welches der “Ahnengalerie der deutschen Regierungschefs” im Kanzleramt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden soll. Sowohl Gerhard Schröder als auch Jörg Immendorff wollen die angemessene Interpretation des Motivs “anderen” oder der “Fantasie des Betrachters” überlassen – wie nett! Dann wollen wir mal:

Das Bild entbehrt meiner Meinung nach nicht einer gewissen Komik. So ist Schröder beispielsweise ganz in goldener Farbe gemalt. Es stellt sich die Frage, für wen Gerhard Schröder und dessen Amtszeit als Bundeskanzler golden oder Gold wert war. Vielleicht für die Lobbys von Wirtschaft und Industrie, mit denen sich Schröder gerne auf Galas umgab oder zum Abendessen gemeinsam am Tisch saß? Oder ist dies mehr eine Anspielung auf Schröders lukrative Jobs nach seiner Amtszeit, die ihm nun die ach so spärliche Bezahlung während seiner Amtszeit als Bundeskanzler nachträglich vergolden?

Auch nicht ohne Komik ist der Hintergrund des Porträts, in dem Affen abgebildet sind. Zwar sollen diese ein Stilmittel von Immendorff sein, aber sie passen tatsächlich gut zum Motiv. Könnten die Affen vielleicht die Opposition darstellen, die sich wunderte, warum Gerhard Schröder mit SPD-Parteibuch vor allem eine Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik machte, wie man sie sonst nur von einem CDU-Kanzler erwartet hätte? Sind die Affen vielleicht die Lobbyisten der Finanzwirtschaft, die zu Schröders Amtszeit so manche Gesetzentwürfe im betreffenden Ministerium eigenhändig schreiben durften und deshalb besonders freudig herumtollten? Könnten auch all die SPD-Mitglieder die Affen sein, die Schröders extrem wirtschaftsfreundliche Poltik abnickten und somit dafür sorgten, dass die SPD sich derzeit in der tiefsten Krise ihrer Geschichte befindet und sich auch in der großen Koalition zum Affen macht? Oder sind die Affen vielleicht die Bürger, die es nicht glauben konnten, dass Gerhard Schröder mit seiner Politik gegen die Arbeitnehmer und die kleinen Leute tatsächlich zur SPD gehören sollte? Als letzte Deutungsmöglichkeit bliebe noch, dass in Schröders Amtszeit das Gold nach der Amtszeit im Vordergrund stand, weshalb man sich wie die bekannten Drei Affen verhielt, wenn an schlechten Konzepten Kritik aus dem Volk oder von Experten jenseits des eingeschworenen “Nuttenzirkels” von Volkswagen kam: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

Fazit: In jeglicher Hinsicht ein äußerst gelungenes Porträt von Gerhard Schröder, das sowohl den Abgebildeten als auch sein Wirken als Bundeskanzler angemessen würdigt!

21 Kommentare zu “Gerhard “Goldi” Schröder im Kanzleramt (Satire)”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Kurz notiert: Heuchelei um Babyleiche in Hamburg

    [...] wie man es für Millionen Bürger Dank Hartz IV, Gesundheitsreform und anderen Reformen der Schröder-Regierung eingeführt [...]

  2. Perspektive 2010 » Blog Archive » Susanne Kastner (SPD): “Raus! Bringt dieses Pack raus!â€Â

    [...] Gerhard Schröder hat mit dem Wunschzettel der Wirtschaft der Agenda 2010 und seinen Reformen zugunsten der Bosse und [...]

  3. Perspektive 2010 » Blog Archive » Kevin auch ein Opfer von ALGII-Kürzungen und -Streichungen?

    [...] das ist mit dem kostspieligen Verwöhnprogramm für die deutsche Wirtschaft, das Ex-Kanzler Gerhard Schröder unter dem Titel Agenda 2010 gestartet hat, nicht zu vereinbaren. Schließlich braucht die [...]

  4. Perspektive 2010 » Blog Archive » Aus struktureller Gewalt wird konkrete Gewalt

    [...] seit Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD?) damit begann, den als Agenda 2010 bezeichneten Wunschzettel der deutschen Wirtschaft [...]

  5. Perspektive 2010 » Blog Archive » Die Lügner des Tages: Nicolas Sarkozy und Vincent Bolloré

    [...] steht zu befürchten, dass Nicolas Sarkozy aus Frankreich das gleiche macht, was Gerhard Schröder im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung rot-grünen Koalition mit Deutschland gemacht hat. Einzige [...]

  6. Perspektive 2010 » Blog Archive » Sozialdarwinismus 2.0

    [...] für eine Demo hochbekommen. Aber man hat das ja geschickt gemacht unter Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder: Erst verleumdet man alle Arbeitslosen pauschal als “faules Pack”, das sich in der [...]

  7. Perspektive 2010 » Blog Archive » Die Linke und die Etablierten

    [...] mal wieder Steuern zahlen. Dann wäre der Rechtsruck und Schmusekurs mit den Bossen, den Gerhard Schröder an der SPD verbrochen hat, vielleicht wieder dahin und die Zuckerleitung in den Enddarm der [...]

  8. Perspektive 2010 » Blog Archive » Spruch des Tages

    [...] verlassen. Die komplette (Selbst-) Demonatage einer Volkspartei – eine großartige Leistung von Gerhard Schröder, [...]

  9. Perspektive 2010 » Blog Archive » Spruch des Tages

    [...] das, wofür die SPD seit Gerhard Schröder und nun unter Franz Müntefering noch steht, ist ein Furz geradezu gehaltvoll und [...]

  10. Perspektive 2010 » Blog Archive » Cicero, ein erbärmliches Drecksblatt!

    [...] erscheint übrigens beim  Ringier Verlag aus der Schweiz – richtig, das ist der Verlag, wo Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Frühstücksdirektor eines seiner Pöstchen hat. Ein Schelm, wer Böses dabei [...]

  11. Perspektive 2010 » Blog Archive » Stoppt die Amerikanisierung Europas!

    [...] Ketten Standard ist, denn Lohn- und Sozialdumping grassieren seit der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder (SPD) wie seinerzeit die Pest im Mittelalter. Und schon sind wir beim Thema Gesundheit, zu dem dpa heute [...]

  12. Perspektive 2010 » Blog Archive » SPD: Lust am Untergang

    [...] beraten und kuschelte devot mit Bossen und Arbeitgeberverbänden. Nun soll ausgerechnet dieser Gerhard Schröder der SPD aus der Krise helfen. Schließlich hat man Nazi-Deutschland ja auch von Alt-Nazis [...]

  13. Perspektive 2010 » Blog Archive » Franz Müntefering: Vom Sozialdemokraten zum neoliberalen Wirtschaftsfaschisten

    [...] geisteskrank ist eigentlich das Weltbild von Franz Müntefering unter dem Bertelsmann-Kanzler Gerhard Schröder geworden? Gibt es bei ihm nur noch “ordentlich beschäftigte und sozial versicherte [...]

  14. Perspektive 2010 » Blog Archive » Ronald Pofalla (CDU) in die Psychiatrie stecken!

    [...] hat, muss sich halt in die Symbolik flüchten. Dies gilt nicht nur für die SPD, welche von Gerhard Schröder, dem Genossen der Bosse, mit der Agenda 2010 bis zur Unkenntlichkeit programmatisch vergewaltigt [...]

  15. Perspektive 2010 » Blog Archive » Anja Wagner-Scheid (CDU) läßt Arbeitslose mit Zwangspropaganda beglücken

    [...] dass die SPD da seit ihrem Genossen der Bosse, Gerhard Schröder, besser wäre oder sich noch ernsthaft für die Anliegen von Erwerbslosen, Rentnern und [...]

  16. Perspektive 2010 » Blog Archive » Die Pleite Frankreichs oder: Neoliberale Manipulationen

    [...] Fillon hingegen geht es, wie dem Bonzengenossen Gerhard Schröder (SPD), um asoziale Reformen nach dem Vorbild der deutschen Agenda 2010. Soll heißen: Mehr [...]

  17. Michael Hüthers Einspruch erntet reichlich Widerspruch « INSM Watchblog

    [...] Bleibt nur noch, die Agenda 2010 zusammen mit dem miesesten SPD-Kanzler der Nachkriegsgeschichte, Gerhard Schröder, und seinen willigen Vasallen (z.B. Wolfgang Clement, Joschka Fischer, Franz Müntefering usw.) in [...]

  18. Perspektive 2010 » Blog Archive » Die rot-grüne Korruption

    [...] berichtet aktuell über die Lobby-Jobs des rot-grünen Kabinetts unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer – mit folgendem [...]

  19. Perspektive 2010 » Blog Archive » Zitat des Tages

    [...] wird in der Politik nicht der Wandel zur Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts vollzogen. Seit Gerhard Schröder (SPD) und Rot-Grün grassiert in der Politik vor allem die nachgelagerte bzw. indirekte Korruption, [...]

  20. Perspektive 2010 » Blog Archive » Warum Thilo Sarrazin (SPD) zurücktreten muss

    [...] IV und generell die Reformen der Agenda 2010 des als Sozialdemokraten firmierenden Korruptokraten Gerhard Schröder (SPD) nichts weiter als ein Lohnsenkungsprogramm im Auftrag der Wirtschaft war, kann es gar nicht [...]

  21. Perspektive 2010 » Blog Archive » Spruch des Tages

    [...] Politik, welche insbesondere seit der menschenverachtenden Agenda-Politik von Asozialdemokrat Gerhard Schröder (SPD) forciert wurde. Das nützen auch die unseriösen Rechentricks von Asozialdemokrat und [...]


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