Kleines Update zu Connecting Youth
Im Blog von Connecting Youth hat man zwischenzeitlich zu meiner Kritik hinsichtlich weltanschaulicher Neutralität und sinnlosen Linkanfragen eine Stellungnahme veröffentlicht. Dazu möchte ich ergänzen, dass bei meiner Kritik vor allem drei Aspekte eine Rolle spielten:
- Die Linkanfrage durch die ausführende Agentur anstatt durch die Organisation mit einer Mail-Adresse der Agentur. Diverse “Suchmaschinenoptimierer”, die ich lediglich als Linkspammer bezeichnen würde, bieten solche Dienste – das Setzen von zahlreichen Backlinks / Trackbacks aus Blogs, Foren usw. – kommerziell an. Insofern ist hier Connecting Youth oder weblike durch eine gewisse Tollpatschigkeit beim Eintritt in die Blogosphäre selbst dafür verantwortlich, wenn der Eindruck entstand, dass es sich auch bei der Linkanfrage dieser Agentur um die Anfrage von Linkspammern handelt. Zudem erfolgt nach meiner Erfahrung die Verlinkung in der Blogosphäre vor allem dann, wenn die Inhalte von Lesern positiv beurteilt werden. Diese Inhalte fehlten zum damaligen Zeitpunkt jenseits von einer Selbstdarstellung fast komplett. Zudem gab es in der Blogosphäre schon andere vermeintliche Jugendorganisationen, hinter denen am Ende nur ein aufmerksamkeitsgeiler Linkspammer hockte.
- Die Unfähigkeit, ein “Nein” – das ja nicht unbedingt dauerhaft eines hätte bleiben müssen – hinsichtlich der Linkanfrage zu akzeptieren. Wenn die Inhalte gut sind / werden, kommen die Verlinkungen meist automatisch. Sind jedoch keine oder nur kaum Inhalte vorhanden, wird hinterfragt, wer da eigentlich was von einem will.
- Sowohl der Ursprung von Connecting Youth als auch die Auftritte bei Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Kirchentag in Köln erzeugen bei mir hinsichtlich der Wichtigkeit weltanschaulicher Neutralität bei der Betrachtung der Probleme auf unserer Welt Magenschmerzen. Gleiches gilt für das “Schneeballprinzip” als Strategie für die Verbreitung.
Insofern warte ich nun ab, in welche Richtung sich Connecting Youth entwickelt. Wie heißt es doch: “Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt Ihr sie erkennen.” Dann wird sich zeigen, ob es tatsächlich vorrangig um Themen wie die Globalisierung, Umweltschutz, Soziales usw. geht und inwiefern weltanschaulich neutral gearbeitet wird oder nicht. Vielleicht sind die Jugendlichen von Connecting Youth tatsächlich daran interessiert etwas zu bewegen. Vielleicht ist auch Ulrich Dettweiler jemand, mit dem man im Sommer im Biergarten am gleichen Tisch sitzen und über Gott und die Welt diskutieren würde. Daher habe ich meine kritischen Beiträge zu Connecting Youth erst einmal deaktiviert, werde aber das Thema Global Governance in einem eigenen Artikel noch einmal gesondert bearbeiten.
Nun liegt es an Connecting Youth zu zeigen, wofür sie stehen, was sie wollen und was sie tun.

