Tschüs, SPIEGEL!
Schon lange war der Verfall des Magazins DER SPIEGEL zu beobachten. Qualitäts- Journalismus wurde immer seltener und so manche personelle Umstrukturierung in der Redaktion hat dem SPIEGEL eine Stoßrichtung gegeben, die immer häufiger an die BILD oder andere Springer-GossePresse erinnert. Am kommenden Montag belegt der SPIEGEL ein weiteres Mal, dass man sich offenbar in Sachen Niveau mit der BILD ins Bett legen oder diese sogar noch rechts überholen will. Die Titelstory:
Mekka Deutschland - Die stille Islamisierung
Dazu als Titelbild das Brandenburger Tor mit Halbmond und Stern darüber, angelehnt an die türkische Flagge. Das wäre alleine noch nicht zu beanstanden, kämen dabei neutrale Experten für Zuwanderung, Integration, Islamfragen und Gesellschaftsentwicklung zu Wort. Offenbar interessiert man sich beim SPIEGEL aber nicht für solche Aspekte, sondern läßt dort Leute vom Leder ziehen, die schon für Neokonservatismus und Islamophobie einschlägig bekannt sind: Udo di Fabio, von der INSM zum Reformer des Jahres 2005 gewählt, und Henryk M. “Lieber Täter als Opfer sein” Broder.
Ich habe den Eindruck, da wollte man in der SPIEGEL-Redaktion den Hype um die angebliche Scharia-Richterin aus Frankfurt ausnutzen, um Feindbilder zu bedienen. Zu dumm nur, wenn mittlerweile bereits mehrfach widerlegt wurde, dass die Richterin den Koran oder die Scharia über das deutsche Grundgesetz gesetzt haben soll. Denn die Klägerin war schon durch die Scheidung und ein Kontaktverbot ausreichend geschützt. Warum ihr nun im März einfiel, nicht mehr bis zum Ende des Trennungsjahres im Mai dieses Jahres warten zu können, sind leider keine Details bekannt. Vielleicht wollte die Frau sich ja als neue Pornodarstellerin Islamkritikerin für die Neuen Rechten in Deutschland anbieten, um aus ihrer Geschichte ein Buch machen zu lassen, damit es in der Kasse klingelt?
Der Anlass der SPIEGEL-Titelstory ist jedenfalls hinfällig, da komplett falsch. Auf Grund der reisserischen Aufmachung und den vom SPIEGEL gewählten Meinungsmachern werde ich zukünftig - noch mehr als ohnehin schon - den SPIEGEL meiden. Auch Albert Einstein scheint dem SPIEGEL in obigem Screenshot den Vogel zu zeigen - zu Recht.



am 26. März 2007 um 14:15:48 Uhr.
[...] dazu hier Verfasst von jolly rogers Eingeordnet unter neues aus pornheim, flaschencontainer, wirtschaft, [...]
am 26. März 2007 um 14:35:05 Uhr.
[...] Eindruck könnte man in der Tat bekommen, zum Beispiel hier oder hier. Ich habe ja bereits geschrieben, was ich von der aktuellen Ausgabe halte. Irgendwie ist dieses Magazin mittlerweile genauso [...]
am 13. April 2007 um 10:48:50 Uhr.
[...] oder -gläubigen als Gewalttäter und potentielle Terroristen, und selbst die vermeintlich etablierte und “seriöse” Presse wird dort nicht nennenswert aktiv, wenn es eigentlich darum gehen sollte, objektive Betrachtungen [...]