Hartz IV: Das Geld reicht hinten und vorne nicht

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet über ein Projekt, das die Diakonie der Landeskirche Hannover organisiert hatte. Zur Fastenzeit vor Ostern wurde das Planspiel “7 Wochen leben mit Hartz IV” in Leben gerufen, bei dem die Menschen einmal 7 Wochen unter Hartz IV-Bedingungen leben sollten. Bei manchen Teilnehmern hat das Denken eingesetzt:

“Ich glaube keinem mehr, der sagt, dass sich Menschen mit großem Vergnügen auf Hartz IV ausruhen - es ist kein Vergnügen”, sagt Natalia Gerdes, Projektkoordinatorin bei der Diakonie im Kirchenkreis Bramsche. Selbst die Simulation der Hartz-IV-Bedingungen habe in vielen Familien zu ernsthaften Problemen geführt, hat sie erfahren.

83 Personen aus dem Kirchenkreis Bramsche haben vor fünf Wochen freiwillig begonnen, mit dem Geld zu leben, das Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung haben. Vier Familien haben mittlerweile das Handtuch geworfen und sich offiziell von der Teilnahme abgemeldet. Sehr viele, berichtet Gerdes, machten zwar weiter, hätten aber schon nach kurzer Zeit eingeräumt, dass sie mit dem Geld definitiv nicht auskämen.

Ein solches Projekt samt Erkenntnis wünscht man doch auch mal all den neoliberalen Hetzern und anderen Arschlöchern Propagandisten und Realitätsverweigerern, die Hartz IV- Empfängern gar Wasser und Brot noch neiden, während sie selbst Wein und Kaviar schlürfen.

Schade, dass keine Stellungnahme zu dem auch in jüngerer Zeit immer wieder bemühten Bibelspruch

So jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen.

von Apostel Paulus im 2. Brief an die Thessalonicher abgegeben wurde. Dann müßten sich so manche Mitglieder der Großen Korruption Koalition neue Feigenblätter für ihre menschenverachtenden und faschistoiden Forderungen nach Zwangsarbeit und anderen Sauereien suchen, beispielsweise Franz Müntefering von der ehemals sozialdemokratischen Partei Deutschlands oder kurz Ex-SPD.

Ein Kommentar zu “Hartz IV: Das Geld reicht hinten und vorne nicht”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Soziale Gerechtigkeit im herrschenden Wirtschaftsfaschismus

    [...] der Regelsatz des ALG2 auf ein menschenwürdiges Niveau angehoben werden soll, um die Kinderarmut und zunehmende [...]


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