Edit-Wars und Propaganda bei Wikipedia oder: Der neue Faschismus
Spätestens seit der Inbetriebnahme der Antiterrordatei durch die 1 Mann- Parallelgesellschaft Wolfgang Schäuble sollte klar sein, dass sich Deutschland und andere europäische Länder schon wieder auf dem Weg in den Faschismus befinden:
Ein Grundrechtsbruch jagt den nächsten, eine Überwachungsmethode löst die andere ab. Die am Freitag freigeschaltete »Antiterrordatei« ist der jüngste Angriff auf die Demokratie. Symbolhaft ist dieser Schritt schon deshalb, weil er Schluß macht mit einer der wichtigsten Lehren aus dem deutschen Faschismus: der Trennung von Polizei und Geheimdiensten. Die einen – die Polizei – müssen sich auf konkrete Gefahrenabwehr beschränken, die anderen – die Geheimdienste – dürfen verdeckt, weit im Vorfeld und faktisch ohne jeden Anfangsverdacht operieren. Schon diese Regelung hat in der Vergangenheit zig Skandale ausgelöst, weil die Geheimdienste, gegründet von treuen Parteigängern der NSDAP, ihre Hauptaufgabe darin sehen, linke Organisationen und kritische Bürgerinnen und Bürger zu überwachen.
Einziger Unterschied zum Faschismus von 1933-1945: Der heutige Faschismus wird von den USA gewollt, wenn nicht gar gefördert, da er das menschenverachtende und tote System des Kapitalismus am Leben erhalten soll, sichert er den Amerikanern doch bis heute Macht und Privilegien auf der ganzen Welt. Es ist der Faschismus der Reichen und Besitzenden gegen die Armen, Besitz- und Rechtlosen. Das Ganze wird garniert mit einer dicken Portion Sozialdarwinismus und der Bewertung von Menschen alleine anhand ihrer Besitztümer. Damit die wenigen Profiteure des Kapitalismus, zu denen auch die USA gehören, wenn sie Renditen von europäischen Geldmärkten einstreichen, immer reicher werden können, müssen die Massen immer ärmer und rechtloser werden. Denn Wachstum ist in gesättigten Systemen nur noch wenig möglich, so beschränkt man sich auf eine zunehmende Verteilung von unten nach oben. Es gibt mittlerweile genügend willige Stricher in neoliberalen Think Tanks und PR-Agent-Huren, die über die Medien die neoliberale Propaganda verbreiten läßt. Aber auch das ist ja schon vom alten Faschismus in Deutschland bekannt: Propaganda fördert die Umerziehung des Volkes und verseucht die Hirne der Massen mit Lügen und Dreck. Doch inzwischen beschränken sich solche Einrichtungen, die vor allem von Interessenverbänden, Lobbys, Millionären und Milliardären gegründet und betrieben werden, nicht mehr nur auf die Massenmedien wie das Fernsehen oder die Tageszeitungen. Auch bei Wikipedia finden inzwischen interessante Edit-Wars um bestimmte Einträge statt, wenn sie sich kritisch mit dem Kapitalismus, Unternehmen, korrupten Politikern und ähnlichen Themen beschäftigen:
Unerwähnt blieb bei diesem Artikel jedoch, dass nicht Edit-Warriors und Vandalen, sondern PR-Agenturen und Think Tanks die schwerwiegendere Gefahr für Wikipedia darstellen, weil ihnen beim Kampf um die Deutungshoheit einzelner Artikel professionelle Schreiberlinge mit reichlich bezahlter Arbeitszeit zur Verfügung stehen. Schon zu Zeiten der Heise-Freitagschats drang aus den PR-Agenturen unter der Hand die Nachricht, dass weniger gut bezahlte Angestellte mithelfen mussten, Publikumsfragen und -stellungnahmen im Sinne von IT-Verbänden zu formulieren.
Der findige Amerikaner Gregory Kohs gründete 2006 sogar ganz offen die Firma “MyWikiBiz”, um für Unternehmen zum Preis von 50 bis 100 Dollar in der Internet-Enzyklopädie publikumswirksame Einträge zu verfassen. Zwar wurde Kohs daraufhin der Autoren-Status entzogen, jedoch liegt der Verdacht mehr als nahe, dass es sich bei der versuchten kommerziellen Unterwanderung um keinen Einzelfall handelt. Z. B. hat der skandalgeschüttelte deutsche Elektronikkonzern Siemens erwiesenermaßen beim Lebenslauf seines Vorstandschefs Klaus Kleinfeld kosmetische Korrekturen vornehmen lassen.
Mit dem Juristen eigenen Fleiß bearbeitet TMFS vor allem mittags und während der Abendstunden bis zu 60 Artikel am Tag, wobei er dem Artikel über den ehemaligen Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz besondere Beachtung schenkt….
Es sollte jedem klar sein, dass diese “Pflege” von 60 Artikeln am Tag sicher nicht ohne Entlohnung erfolgt, dennn der durchschnittliche Arbeitnehmer hat sicher nicht die Zeit dazu und muss tagsüber seinem Broterwerb nachgehen. Es ist also naheliegend zu dem Schluß zu kommen, dass da jemand für die Manipulation von Wikipedia-Einträgen in eine gewünschte politische Stoßrichtung bezahlt wird. Gleiches denke ich mir auch bei diversen Blogs, die sich besonders amerika-, israel- und kapitalismusfreundlich geben und weitgehend unreflektiert neoliberale Propaganda und antiislamische Hetze verbreiten. Natürlich kann es sich dabei auch einfach im ein paar hauptberufliche Erben und Renditeempfänger handeln, die auf diesem Wege Propaganda in eigener Sache betreiben, die zufällig der allgemeinen neoliberalen Propaganda diverser Wirtschaftsforschungsinstitute entspricht. Kurzum, die Heuschrecken und deren Lobbys fallen auch über das Web 2.0 herein, darunter auch bei Wikipedia.


am 25. Juni 2007 um 19:16:33 Uhr.
[...] eintritt. Dort trifft Schleyer auf die üblichen Verdächtigen aus der INSM wie Florian Gerster, Friedrich Merz, Thomas Straubhaar oder auf Leute wie Klaus Zumwinkel von der Deutschen Post und Prof. Dr. Klaus F. [...]