Es wird unbequem für den neoliberalen Abschaum und seine Handlanger

Die heutigen Nachrichten erfüllen mich ein wenig mit Freude, kommt offenbar nun doch langsam Bewegung in die deutschen Michel:

  • Bei einer Protestaktion am Reichstagsgebäude in Berlin haben Unbekannte am Freitag ein Plakat mit der Aufschrift Der Deutschen Wirtschaft entrollt, wo eigentlich der Spruch Dem Deutschen Volke steht. Ein treffende Aktion mit dem Hinweis darauf, dass das Gros der im Bundestag tätigen Politiker mittlerweile von der Wirtschaft gekauft sein dürfte und auf das Volk scheisst, wenn nicht gerade Wahlkampf ist, der schöne Pöstchen fürs Parteivolk verspricht.
  • Gleichzeitig kam es im Bundestag bei der Plenarsitzung über den Ausbau der Kinderbetreuung ebenfalls zu einem Zwischenfall: Auf der Besuchertribüne wurde zunächst ein Banner mit der Aufschrift Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar angebracht, bevor einige Protestierer von der Tribüne ins Plenum sprangen und dabei kopierte Geldscheine in die Luft warfen. Sie wurden anschließend von den Saaldienern abgeführt.
  • Die Überflüssigen führten einen Hausbesuch beim Chefermittler der ARGE Köln, Markus G., durch. Gegen 6:45 Uhr erschienen vor dessen Wohnung ca. 20 Personen im üblichen Look der Überflüssigen, also mit weißen Masken und roten Kapuzenpullis mit dem Aufdruck Die Überflüssigen. Sie verteilten zahlreiche Fahnungsungsplakate mit dem Konterfei des Chefs des Sozialermittlungsdienstes in Köln und informierten die Nachbarn mittels Megaphon über dessen Arbeit, bevor sie die Anwohner über den Besuchten, der die Tür leider nicht öffnete, ausfragten. Diese gaben bereitwillig Auskunft über Lebensverhältnisse und PKW von Markus G.

Offenbar sind die vielen Millionen Euro der INSM und anderer Vereine, die mit ihren Kampagnen das Volk zum billigen und willigen Trottel der Wirtschaft umerziehen wollen, im Nichts verpufft. Davon hätte man halt wohl doch besser Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen, denn das Volk ist noch lange nicht so dämlich und korrupt wie seine vermeintlichen Vertreter.

Sogleich forderten Markus G. in Köln und vor allem die CDU/CSU in Berlin Aufklärung über die Vorfälle. Der parlamentarische Geschäftsführer Bernhard Kaster (CDU/CSU) jammerte herum: “Die Sicherheit im Bundestag muss gewährleistet sein.” Tja, das hängt davon ab, was man für eine Politik betreibt. Wenn weiterhin nur neoliberale Scheisse gequirlt und in Reformen nur die weitere Umverteilung von unten nach oben organisiert wird, dürften dies nicht die letzten Aktionen gewesen sein. Merkt es Euch einfach: Die durchschnittlichen Menschen in Deutschland haben von Euch und Eurer korrupten Pfründe-Politik für Wirtschaft und Kapital schon lange die Nase voll!

Wer den Menschen ihre Würde und ihre Existenzen nimmt, kann Glück haben, dass er sie danach zu Boden treten kann und sie später irgendwann depressiv und antriebslos den Löffel abgeben wie in Speyer geschehen. Er kann allerdings auch Pech haben, dass die Menschen, die begreifen, dass sie ohnehin nichts mehr außer ihrem blanken Leben zu verlieren haben, anfangen Widerstand zu leisten - anfangs zaghaft, dann immer zielgerichteter, erbitterter und ohne Rücksicht auf Verluste. Daher mein Filmtipp zum Wochenende für all die Abgeordneten und ARGE-Mitarbeiter, denen gerade der Allerwerteste auf Grundeis geht: Braveheart. Anschauen und begreifen. Oder nachlesen, was Marie Antoinette widerfahren ist.

Gegen das, was auf Grund der menschenfeindlichen Politik der letzten Jahre in absehbarer Zeit in Deutschland bevorstehen könnte, würde die RAF wohl wie ein Kindergeburtstag wirken. Da helfen Euch dann auch keine Überwachungskameras und Online- Durchsuchungen mehr - nichts mehr.

Ein Kommentar zu “Es wird unbequem für den neoliberalen Abschaum und seine Handlanger”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Blog und Bilder zu den Aktionen im und am Bundestag

    [...] den äußerst gelungenen Aktionen im und am Bundestag gibt es inzwischen auch ein Blog. Darüber sind auch Fotos der Aktion bei Flickr [...]


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