Susanne Kastner (SPD): “Raus! Bringt dieses Pack raus!â€
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mit dem Wunschzettel der Wirtschaft der Agenda 2010 und seinen Reformen zugunsten der Bosse und Bonzen gezeigt, was er vom Volk hält: nichts. Als aufgestiegener Emporkömmling dürfte er jenes Milieu hassen, aus dem er selbst stammt – das ist das Ergebnis eines für solche Leute nicht ungewöhnlichen psychischen Prozesses. So sucht man Schröder nach seiner politischen Laufbahn ja auch vergeblich bei sozialen oder arbeitnehmernahen Initiativen und Veranstaltungen, während er bei diversen Firmen und Verlagen den Sold einstreicht, um seinen Verdienstausfall zu kompensieren, den er wohl während seiner Zeit als Bundeskanzler erlitten haben muss.
Die Reaktion von Susanne Kastner (SPD) bei der Protestaktion im Bundestag zeigt, dass Volksverachtung in der SPD ebenso Einzug erhalten hat wie schon zuvor bei der CDU/CSU und der FDP. Wie im Blog von Mark Seibert zu erfahren ist, soll Susanne Kastner hysterisch geschrien haben, als ihr ein Protestler vor die Füße fiel:
“Raus! Bringt dieses Pack raus!â€
Also “Raus!” könnte man ja noch verstehen, auch wenn sie damit lustigerweise belegt, was die kletternden Aktivisten an der Westfassade ausdrückten: Dem Deutschen Volke ist dieser Bundestag schon lange nicht mehr gewidmet. Auch sonst gab es keinerlei Grund für die Hysterie von Susanne Kastner, denn keiner der Aktivisten dürfte Waffen bei sich getragen haben. Schließlich mußten sie ja allesamt durch die Sicherheitsschleuse für Besucher. Ging denn von dem Banner, den kopierten Geldscheinen und Worten eine solch große Gefährdung aus, dass Frau Kastners Hysterie und Volksbeschimpfung angemessen gewesen wäre? Ich denke nicht. Vielmehr drückt sich darin aus, wie inzwischen wohl selbst in der SPD das Volk betrachtet wird, insbesondere wenn es protestiert und nicht brav die Klappe hält: als “Pack”. Damit ist die SPD am gleichen Punkt angekommen wie schon lange zuvor die CDU/CSU und die FDP, so dass diese Parteien nicht nur gemeinsam koalieren, sondern sogar fusionieren könnten. Namensvorschlag: Neoliberale Einheitspartei. Als erste Maßnahme könnten sie dann die Widmung am Bundestag und den ersten Artikel des Grundgesetzes in der von den Protestlern vorgeschlagenen Weise abändern. Weitere konstruktive Vorschläge dieser Art sollten in der Großen Korruption Koalition mittlerweile ja parteiübergreifend zu finden sein.
Ich hoffe, dass die Bürger Susanne Kastners Ausfall bis zum nächsten Wahlkampf nicht vergessen haben. Dann könnte man als Bürger, der von Frau Kastners Wahlhelfern oder denen ihrer Parteigenossen belästigt wird, auch hysterisch schreien:
“Weg! Bringt dieses Pack weg!”
Ich denke, Susanne Kastner sollte sich dringend zu dem Vorfall erklären. Denn wer das Volk als “Pack” beschimpft, ist ganz sicher nicht dazu geeignet, dessen Interessen angemessen zu vertreten. In diesem Fall wäre ein Rücktritt von allen Ämtern und Mandaten sicherlich die beste Lösung.
PS: Den Eintrag in Susanne Kastners Gästebuch kann man sich übrigens sparen, da dieses offenbar defekt ist, weil irgendwelche Frontpage-Erweiterungen fehlen.


am 29. April 2007 um 15:57:34 Uhr.
[...] Abgeordneten des Deutschen Bundestages — etwa für Frau Susanne Kastner (SPD) — einfach nur noch “dieses Pack”. Vor allem, wenn man ihm einmal direkt begegnet. Da bricht schon einmal aus dem Munde hervor, was [...]
am 30. April 2007 um 00:12:25 Uhr.
[...] dann solche Fragen stellen lassen muß – ( Sicher, Frau Kastner, das bringt Sie in Panik) oder (Volksverachtung auf Perspektive2010). Das stimmt doch nicht so ? oder haben Sie das wirklich gesagt ? Bei Spiegel TV oder einen anderen [...]
am 14. Mai 2007 um 11:40:07 Uhr.
[...] läuft, muss daher beachtet werden, dass es zwar so gewesen sein kann, wie in meinem Artikel dazu beschrieben, aber auch die Möglichkeit besteht, dass es nicht so war. Sollte die [...]