Die Schweiz macht mobil gegen SUVs

Die Schweizer Grünen führen derzeit eine Volksinitiative (Unterschriftensammlung) durch, die in einer Verfassungsänderung münden soll. Danach sollen Autos mit einem Ausstoß von über 250 Gramm CO2 und mehr als 2,5 Milligramm Partikel pro gefahrenen Kilometer verboten werden. Vor allem die vollkommen hirnrissigen SUVs, die meist von irgendwelchen Kleinhirnen und Kurzschwänzen vom flachen Land gefahren werden, sind Ziel der Aktion. Bereits gekaufte und ausländische SUVs dürften jedoch auch weiterhin fahren, allerdings maximal mit Tempo 100.

Passend zu der Volksinitiative gibt es schicke Aufkleber mit Slogans wie Ich saufe für drei!, Ich fahre für mein Ego! und Nach mir die Sintflut, die an Unterstützer verschickt und von diesen an hochgezüchtete Dreckschleudern wie dem Porsche Chayenne oder Audi Q7 geklebt werden, die bei Vollgas locker auf einen Verbrauch von 60-70 Litern / 100 km kommen. Die Aufkleber sind problem- und rückstandslos zu entfernen, dennoch kochen im Forum der Jungen Grünen die Emotionen hoch, weil manche motorisierte Kurzschwänze Angst um ihre spassorientierte Unterleibsverlängerung haben. Wie sollen die noch jemanden ins Bett kriegen, wenn sie ihren Mangel an Charakter und Persönlichkeit nicht mit einem möglichst großen und spritschluckenden Auto kompensieren können? Entsprechend werden alle möglichen und unmöglichen “Argumente” von einschlägig bekannten Klimawandel- Leugnern x-fach durchgekaut, wiederholt der Neid-Vorwurf angeführt und was man sonst so aus Diskussionen kennt, wenn es um das liebste Kind solcher Leute geht, ums Auto.

Besonders lächerlich macht sich dabei die Schweizer Freiheitspartei (FPS), die sich nicht nur mit dem Spruch “Schluss mit der Unterwanderung durch fremde Kulturen” im Kopfbereich des Blogs präsentiert und wahrscheinlich problemlos mit Parteien vom rechten Rand wie der NPD koalieren könnte, sondern auch gleich populistisch das Sprüchlein Hängt die Grünen… klopft. Sachliche oder gar fundierte Argumente gegen die Initiative für menschenfreundlichere Fahrzeuge sucht man dort vergebens. So wird auch schon in Kommentar #98 kritisiert:

Nur schon der Titel “Hängt die Grünenâ€, ist alles andere als geschickt gewählt, und zeugt nicht von besonders hohen Intelligenz.

Was will man von einer politisch weit rechts stehenden Partei erwarten, die ursprünglich als Autopartei gegründet wurde und von der es in Wikipedia heißt:

Die Freiheits-Partei sieht sich als Interessenvertreterin des „kleinen Mannes“, insbesondere in seinen Eigenschaften als Autofahrer und Schweizer. Sie vertritt die Interessen der Autofahrer und der Autoindustrie und fordert eine Verkehrspolitik, die den Individualverkehr favorisiert. Sie bekämpft die Antirassismusgesetzgebung und fordert eine restriktive Asyl-, Ausländer- und Drogenpolitik. Die FPS ist gegen einen Beitritt der Schweiz zur Europäischen Union, aber auch gegen die bilateralen Verträge. Weitere Ziele sind wirtschaftliche Deregulierung, eine harte Sparpolitik und eine starke Armee.

Hui, ein Partei-Bastard aus CDU/CSU und NPD. Sorry Leute, aber auf das, was Ihr Freiheit nennt, können die meisten Menschen sicher problemlos verzichten. Denn nicht jeder “kleine Mann” hat ein kleines Hirn wie Eure Parteimitglieder und Wähler.

Und da sag noch einmal jemand, die Schweiz hätte es besser…

Ein Kommentar zu “Die Schweiz macht mobil gegen SUVs”

  1. www.kothhoefer.de/blog/

    Fahren im SUV: Gib Kindern keine Chance…

    …folgt nun ein Link auf einen alten Beitrag meinerseits: Stick a magnetic ribbon on your (fuckin’) SUV. Aber Vorsicht, dieses Video enthält explizite Ausdrucksweisen….


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