Katholische Kirche kappt Meinungsfreiheit bei der Bundeswehr
Es ist mittlerweile schon fast eine Tradition in diesem Blog, sonntags auch häufiger etwas zur Genesung der Leicht-Gläubigen zu schreiben oder sie auf entsprechende Artikel anderer Blogs hinzuweisen. Das Brightsblog berichtet aktuell vom Chefredakteur der Zeitung für die Bundeswehr, der es sich erlaubte, Papstaratzi Benedikt XVI. nicht nur zum 80. Geburtstag zu gratulieren, sondern sich auch wünschte, dass dieser endlich Schritte zur Lösung lange aufgeschobener Fragen und Probleme einleitet:
Auf Seite 2 steht regelmäßig das »Editorial«, das Wort zum Montag des Chefredakteurs. Am 16. April gratulierte an dieser Stelle Oberstleutnant Kort dem deutschen Papst Benedikt XVI. zum 80. Geburtstag. Er verband dies mit dem Wunsch, dass der Papst »endlich den Mut findet, konkrete Schritte zur Lösung der seit langem aufgeschobenen grundlegenden pastoralen Fragen und Probleme einzuleiten«. Als Beispiele führte Kort an: Abtreibung, Homosexualität, Sterbehilfe, Gentechnik, Ökumene.
Man sollte eigentlich denken, dass dieser Hinweis an Papst Nur wir sind Kirche Benedikt XVI. in einem demokratischen Rechtsstaat von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt sei, aber:
Keine renitenten Äußerungen gegen die Kirche, soll diese doch weiterhin die Waffen segnen, mit denen Menschen umgebracht werden können. Der katholische Generalprediger Gottes Walter Mixa war über die Äußerungen des Chefredakteurs nicht erfreut.
Die Bundeswehr reagierte sofort und versetzte den zuständigen Chefredakteur und Oberstleutnant nach Mecklenburg-Vorpommern. Vorher durfte er noch in der nächsten Ausgabe der Zeitung zu Kreuze kriechen:
Mit seinen “unbedachten Äußerungen” habe er für “großen Unmut und Irritation” bei den Lesern gesorgt, schrieb Kort unter der Überschrift “In eigener Sache”, wofür er sich entschuldige.
So sieht es also aus in der super- modernen katholischen Kirche, die ja bekanntlich – im Gegensatz zum Islam – nicht dauerbeleidigt ist und natürlich nicht mimosenhaft aufheult, wenn sie mal ein Fünkchen Kritik erntet. Das erledigt man dann – Dank Demokratie und Meinungsfreiheit – auf dem kurzen Dienstweg.
Gute Besserung!


am 16. Oktober 2007 um 23:04:59 Uhr.
[...] zum Beispiel der ansonsten die Kampfmoral gegen verabsolutierten Gesinnungspazifismus verteidigende deutsche Militärbischof Walter Mixa zitiert mit den Worten: “Christen dürften [...]