Überflüssige Versicherungen
Bei n-tv.de ist derzeit ein Artikel von Isabell Noé zu finden, der die Sinnlosigkeit zahlreicher Versicherungen anspricht. Und mit den darin aufgezählten Policen sind noch lange nicht alle “Produktinnovationen” der Versicherungsbranche aufgezählt. Diese Produktinnovationen sind in der Regel eh nichts anderes als Policen für ein herbeifantasiertes Risiko, dessen Eintritt aber recht unwahrscheinlich ist. Das einzige Ziel ist der Dummenfang zum Zweck der Renditeoptimierung des Versicherungskonzerns. Oder was meinen Sie, warum man als Bewohner eines Hauses am Fluß keine Hochwasser-Versicherung bekommt? Weil Versicherungen “Schutz” bieten wollen? Unsinn! Die wollen dem Verbraucher ausschließlich mittels langjähriger Policen das Geld aus dem Leib quetschen und eben nicht den Schadensfall begleichen müssen. Gezahlt wird häufig ohnehin nur in rechtlich einwandfreien Fällen, z.B. im Straßenverkehr. Sieht die Rechtsabteilung der Versicherung auch nur eine halbwegs realistische Chance, dass sie um die Zahlung eines Schadens herumkommt oder zumindest die Summe ordentlich kappen kann, verweigert sie die Zahlung und treibt die Versicherten in gerichtliche Auseinandersetzungen, die leider oft zugunsten der Versicherungsbranche enden.
Je nach persönlicher Lebenssituation und Eigentumsverhältnissen kann man sich neben der Krankenversicherung alles über die private Haftpflicht und ggf. die Gebäudeversicherung hinaus schlichtweg sparen. Hausrat-Versicherungen machen beispielsweise für junge Singles häufig keinen Sinn, da die Police über 5-10 Jahre meist teurer ist als deren Hausstand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Erst wenn der Hausstand den Wert von 10.000 Euro erreicht oder überschreitet, kann eine Hausratversicherung Sinn machen. Policen wie Lebensversicherungen oder die Riester-Rente hätten ohne die steuerliche Begünstigung noch eine miserablere Rendite. Dies sind - neben den im Artikel genannten Fällen - nur einige von vielen Beispielen, wo man sich die Police schlichtweg sparen und sein Geld behalten sollte. Ein Großteil davon fließt nämlich eh nur als Provisionen an die Klinkenputzer und in die Verwaltungskosten des Versicherungskonzerns.

