SPD: Lust am Untergang

Die SPD ist ja schon lange keine Partei mehr. Zumindest keine mehr, die man als Bürger guten Gewissens wählen oder ernstnehmen könnte. Das Projekt 18 der SPD ist fast geschafft und vorrangig auf die asozialen Reformen der Agenda 2010, oft auch als Wunschzettel der Wirtschaft bezeichnet, von Gerhard Schröder zurückzuführen. Der fand das Volk ja bekanntlich wenig sexy, ließ sich lieber von der neoliberalen Bertelsmann-Stiftung beraten und kuschelte devot mit Bossen und Arbeitgeberverbänden. Nun soll ausgerechnet dieser Gerhard Schröder der SPD aus der Krise helfen. Schließlich hat man Nazi-Deutschland ja auch von Alt-Nazis entnazifizieren lassen, oder?

Unterdessen ruft Peer Steinbrück den Genossen ein “Tschackaaaa, wir schaffen das!” zu und verunglimpft die gesamte Basis als Heulsusen, weil sie erkennt, dass die Agenda 2010 inklusive der Hartz-Gesetze ein widerliches Stück Schrott ist, das man keinem Volk zumuten kann. Nun ja, lieber möglicherweise eine Heulsuse sein als eine kritiklose Nutte von Arbeitgebern und Kapital. Vielleicht lernt das Steinbrück auch noch, alleine mir fehlt der Glaube.

Falls Karl Lauterbach (SPD) noch etwas Sinnvolles tun will, sollte er mit seinem SPD-Parteibuch Leute wie Steinbrück, Müntefering oder Beck erschlagen und in die Linkspartei wechseln. Der SPD ist nicht mehr zu helfen. Wer sich in zwei Legislaturperioden zu einer FDP mit rotem Logo verwandelt und den Bonzen beim Ausrauben von Volk und Land hilft, hat keine Zukunft mehr verdient. Dann lieber den Niedergang der SPD beschleunigen, damit der Gestank der Verwesung sich verzieht. Wer früher stirbt, ist länger tot.

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