Der einzig wahre Konvent für Deutschland

Es gibt schon einen Konvent für Deutschland, gegründet von Hans-Olaf Henkel, Roland Berger und Manfred Pohl, in dem vorrangig die fetten Bonzen für ihre Pfründe trommeln. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Konvent für Deutschland oder für die Interessen des gesamten deutschen Volkes, sondern um eine Art politischen Golfclub der Neoliberalinskis, (groß-) kapitalistischen Menschenverachter und Ausbeuter.

Am 3. Oktober 2007 findet hingegen in Gütersloh die Gründungsveranstaltung eines wirklichen Konvents für Deutschland und seine Bürger statt, des Sozialkonvents – Demokratischer Widerstand:

Tag der Deutschen Einheit den 03.10.07
Tag des Sozialkonvents “Demokratischer Widerstand”:

Motto: Noch nie waren wir so geteilt wie heute!

Die Teilung besteht nicht zwischen Ost/West, sondern zwischen Oben und Unten.
Die Teilung besteht zwischen Mächtigen und Ohnmächtigen.
Die Teilung besteht zwischen Armen und Reichen.
Die Teilung besteht zwischen denen, die Erwerbsarbeit brauchen und denen, die sie anbieten.

Deutschland ist inzwischen geteilt durch eine fast unüberwindliche Sozialgrenze, die sich durch die ganze Gesellschaft zieht. Die Erbauer dieses “Schutzwalls” sind bekannt, ebenso der Zweck! Immer mehr Rentner, Studenten, Schulabsolventen, alleinerziehende Mütter und Väter, Familien und besonders die Kinder, Erwerbslosen und Kranken werden von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Wohlstand ausgegrenzt. Immer mehr Arbeitnehmer leiden unter einer exzessiven Erhöhung der Leistungsnormen bei gleichzeitiger Verschlechterung ihrer Einkommen. Hartz 4, Rentenreform, Gesundheitsreform, Bildungsreform – alles nur Mörtel zur Befestigung dieser neuen “Mauer”. Grenzbefestigungen.

Wir müssen Widerstand leisten gegen einen völlig entgrenzten totalitären Marktradikalismus, der alles dem Profit unterordnet und Begriffe wie Menschenrechte
und Menschenwürde nicht kennt. Soziale Verantwortung können wir dort nicht
erwarten, denn sie kostet Geld.

Der Sozialkonvent soll zeigen: Deutschland bewegt sich, aber nicht in die Richtung, die das Kapital und die politische Klasse uns vorgeben wollen. Die bertelsmännischen Denkmodelle aus “Mohntown Gütersloh” zu einer “neuen Zivilgesellschaft“ taugen nur für einige Wenige. Versammeln wir uns, bündeln wir unsere unterschiedlichen Energien und setzen sie dann gemeinsam gezielt ein. Handeln wir endlich! Verschaffen wir uns endlich Gehör. Leisten wir Widerstand!

Auch wenn wir noch nicht alle wissen, wohin wir wollen, wissen wir doch alle, was
wir nicht wollen. (dem Sinne nach: Jean Ziegler, in Rostock GG8) Die Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen wird auch in Deutschland mit Füßen getreten von der Gesetzgebung und einer ungeheuerlichen Erfüllungsbürokratie, ganz im Sinne der Herrschenden. Das Grundgesetz ist nur noch Makulatur. Diese Pfeiler einer humanen und sozialen Gesellschaft sollten aber die Mindestanforderungen dieses Sozialkonvents und unseres Handelns sein.

Unter den Referenten der Veranstaltung ist unter anderem auch Christoph Butterwegge zu finden. Butterwegge ist einer der wenigen Wissenschaftler, die sich gegen den neoliberalen Mainstream wenden und vor allem auch die sozialräuberischen Reformen der Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder scharf kritisieren. Offenbar steht uns da eine interessante Veranstaltung bevor. Leider werde ich erst in ca. 2-3 Wochen wissen, ob ich hinfahren kann. Aber es ist in der Tat an der Zeit, dass das Volk und die Bündnisse “von unten” sich organisieren und bündeln. Dann Generalstreik, danach mehr direkte Demokratie und Korruptionsbekämpfung, Entsorgung der neoliberalen Mietmäuler aus den akademischen Elfenbeintürmen und so weiter.

Holen wir uns dieses Land zurück!

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