Lesetipp: Die neue Armut kam aus Köln
Helga Spindler schreibt in der Neuen Rheinischen Zeitung über die Verarmung als politisches Ziel von Rot-Grün-Schwarz-Gelb:
Es gibt nicht wenige, die halten die Einführung der Arbeitsmarktreformen Hartz-IV als das größte sozialpolitische Verbrechen der Nachkriegsgeschichte. Es handelt sich dabei um eine Kriegserklärung gegen die eigene Bevölkerung, in dem durch zwangsweise Verarmung weiter Teile Druck auf die Löhne erfolgen soll. Mit inzwischen vielfach verheerenden Auswirkungen. Die Angst um den Arbeitsplatz hat längst den Mittelstand erreicht. Vehemente Kritikerin des Hartz-Systems ist Dr. Helga Spindler. Sie ist Professorin für Sozial- und Arbeitsrecht und beschäftigt sich seit langem mit den Auswirkungen der Hartz-Gesetze.
Vielleicht sollte die Kölner Montagsdemo mal vom Kölner Dom weg in Richtung Köln-Bayenthal zum Rheinufer ziehen. Schließlich sitzen einige der Blutsauger, die sogar die Ärmsten noch ungeniert ausrauben lassen, direkt am Kölner Gustav- Heinemann- Ufer im braunen Bürotower von Gesamtmetall: die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), auch bekannt als die dreisteste Propagandakompanie des sozialen Kahlschlags. Dann wissen die Bedürftigen wenigstens auch, wo sie sich im Fall der Revolte das Geld abholen können, welches ihnen zuvor von neoliberalen Wirtschaftsfaschisten und deren korrupten Komplizen aus der Politik gestohlen wurde.

