Pax Europa bei StudiVZ
StudiVZ ist dafür bekannt, dass es dort Gruppen gibt, die man eher beidseitig Lobotomierten zuschreiben würde als halbwegs intelligenten Abiturienten und Studenten. Ob dies nun Gruppen sind, die Benutzerinnen hinterher stalken oder primitive, pseudo-lustige Slogans wie “Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg” verwursten, ist eigentlich egal und Folge der nicht vorhandenen Validierung von StudiVZ, ob ein Benutzer auch wirklich Student ist oder irgendein tumber Proll mit Vorliebe für Saufurlaub auf Malle. Abgesehen davon ist auch das Maß an Primitivität unter Studenten in den vergangenen Jahren noch erheblich gestiegen.
Offenbar gibt oder gab es aber auch Gruppen bei StudiVZ, die viel über so manche Vereine und deren Sympathisanten aussagen können:
Denn ihre Art von Meinungsfreiheit gilt nicht für ihre Gegner. Dass Kritiker beschimpft werden, ist gang und gäbe. Auch Morddrohungen gibt es schon mal.
Bei der anti-muslimischen Gruppe “Pax Europa” etwa fordert einer, zum “Schutz des Abendlandes (und) der gesamten Menschheit” die [islamistischen] “Barbaren auszumerzen”, aber das geht sogar Glaubensgenossen zu weit. “Mit solchen Postulaten gewinnt man keinen Strohhalm”, antwortet einer etwas schief, “wenn man in der Debatte ernstgenommen werden will, dann muss man auch differenziert argumentieren.”
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass die StudiVZ-Gruppe Pax Europa vom gleichnamigen Verein des Udo Ulfkotte eingerichtet oder betrieben wurde. Ich denke aber, da werden einige Anhänger von Pax Europa e.V. federführend gewesen sein. Der Stil der Aussagen, welche der SPIEGEL-Artikel zitiert, deckt sich weitgehend mit dem Stil in den Kommentaren auf Ulfkottes Sprachrohr, dem rassistischen “islamkritischen” Blog Politically Incorrect, als Udo Ulfkotte und Ralph Giordano vergeblich versuchten sich von Rechtsextremisten und NeoNazis von Vereinigungen wie Pro Köln oder Vlaams Belang zu distanzieren, bevor sie letztlich die geplanten Demonstrationen in Brüssel und Köln absagten, weil die Kölner Polizei ihnen nicht die offensichtlichen NeoNazis und Rechtsradikalen aus der Masse fischen wollte:
Das bundesweit geltende Versammlungsgesetz lässt es allerdings nicht zu, bei einer Versammlung unter freiem Himmel die Teilnahme eines Einzelnen oder einer Gruppe davon abhängig zu machen, welche Meinung dort vertreten werden soll. Der Veranstalter kann deshalb Personen mit abweichenden politischen Interessen die Teilnahme nicht verwehren. Die Polizei darf Teilnehmer nur dann ausschließen, wenn sie die Versammlung massiv stören; gegen Meinungsäußerungen, Plakate und Bildnisse in einer Versammlung darf sie nur vorgehen, wenn diese strafbaren Inhaltes sind. Diese Rechtslage ist in den Kooperationsgesprächen mit dem Veranstalter ebenfalls deutlich
gemacht worden.
Vielleicht hätte sich Udo Ulfkotte auch in Deutschland für die Demonstration einen Anwalt nehmen sollen, anstatt ihn nur kontraproduktiv zum Versand von Abmahnungen und Unterlassungserklärungen gegen Kritiker zu verwenden? Als “Sicherheitsexperte” hätte Ulfkotte so etwas doch wissen müsse. Schließlich laufen doch selbst beim Kölner Karneval eigene Ordnungskräfte der Veranstalter mit, die aufpassen, dass niemand vom Traktor überrollt wird und sich nicht Leute in den Zug schmuggeln, die dort nichts verloren haben.
Ein Tusch für Udo Ulfkotte und seine islamophoben Freunde! ![]()
Kamelle, Strüssje, de Prinz kütt! ![]()

