Anja Wagner-Scheid (CDU) läßt Arbeitslose mit Zwangspropaganda beglücken

Die Friedrichsthaler Bürgermeisterkandidatin Anja Wagner-Scheid (CDU) scheint ein sehr merkwürdiges Demokratieverständnis zu haben. Wie die Linke Zeitung meldet, ließ sie bei einer als “Informationsveranstaltung” deklarierten Wahlkampfveranstaltung 150 Arbeitslose aus Friedrichsthal von der ARGE zur Anwesenheit verpflichten. Die Arbeitslosen wurden somit dazu gezwungen, sich das insbesondere bei der CDU / CSU üblicherweise hirnfreie Wahlkampf-Geschwafel und die wirtschaftsfaschistische Propaganda von Frau Wagner-Scheid anhören zu müssen. Als wenn die versnobten Pseudo-Christen dieser Partei oder im Vatikan sich jemals ehrlich, ernsthaft und ohne Missionierungsgedanken für die Anliegen Schwacher und Hilfsbedürftiger interessiert hätten!

Ich schließe mich daher Reinhold Jost von der Saar-SPD an:

Absolut unfassbar ist aber für uns, dass die ARGE 150 arbeitslose Friedrichsthaler zur Teilnahme an dieser Wahlveranstaltung der CDU-Kandidatin zwangsverpflichtet hat und bei Nicht-Teilnahme mit finanziellen Konsequenzen gedroht hat. Die ARGE hat sich damit zum Wahlhelfer von Frau Wagner-Scheid gemacht.

Offenbar sieht Frau Wagner-Scheid sich und ihre Kandidatur auf so verlorenem Posten, dass sie nun zu unerlaubten Mitteln greift. Die Sorgen und Nöte der Arbeitslosen für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen ist einfach nur schamlos. Frau Wagner-Scheid hat sich für das Amt des Rathauschefs damit selbst disqualifiziert. Die ARGE muss sich fragen lassen, ob sie sich hier bereitwillig vor den Karren der CDU hat spannen lassen. Die Arbeitsagenturen sind schließlich zu politischer Neutralität verpflichtet.

Nicht, dass die SPD da seit ihrem Genossen der Bosse, Gerhard Schröder, besser wäre oder sich noch ernsthaft für die Anliegen von Erwerbslosen, Rentnern und anderen Hilfsbedürftigen interessieren würde. Aber wenn von zwei Haufen Scheisse schon einmal einer weniger zur Wahl steht, ist dies immerhin als Fortschritt zu bezeichnen, damit die Menschen endlich erkennen, dass sie nur die Wahl zwischen Scheisse, Scheisse, Scheisse und Scheisse haben, die jeweils nur mit einer anderen Farbe und einem anderen Logo daher kommt. Vielleicht könnte man Frau Wagner-Scheid noch zum Kloputzen in den Vatikan entsorgen, wenn es mit der politischen Karriere nun wegen dieser Affäre nicht klappen sollte.

Nehmen Sie Ihren Hut, Frau Wagner-Scheid! 

Ein Kommentar zu “Anja Wagner-Scheid (CDU) läßt Arbeitslose mit Zwangspropaganda beglücken”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » ALG2 für Anja Wagner-Scheid! (Satire)

    [...] hatte bereits darüber berichtet, wie Anja Wagner-Scheid (CDU), Bürgermeisterkandidatin in Friedrichsthal, Arbeitslose zu [...]


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