Neoliberales Lügenmaul des Monats: Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann (DIW Berlin, IZA Bonn)

Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) äußerte sich in der Frankfurter Rundschau wie folgt:

Vor der Koalitionsrunde am Montag hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, Union und SPD mangelnden Reformwillen vorgeworfen. “Die Reformbereitschaft der Regierung ist am Ende”, sagte er dem Magazin “Focus”.

Und das ist auch gut so. Denn das, was Klaus Zimmermann als Reformwillen bezeichnet, ist die seit dem Antritt der Schröder-Regierung gewachsene Neigung der Politik, der Wirtschaft und dem Kapital widerstandslos jeden noch so unverschämten Wunschzettel zu erfüllen, während der Masse der Bürger eine Zumutung nach der anderen auferlegt wurde, um diese massive Umverteilung von unten nach oben zu finanzieren.

“Die könnten jetzt eigentlich den Laden zumachen, denn was sie jetzt noch machen, ist eh schlecht.” Die Reformer hätten zwei bis drei Jahre ihre Arbeit fortsetzen müssen.

Die einzigen, die ihren Laden dicht machen können, wenn in Gesellschaft und Politik mit der anstehenden sozialen Wende der neoliberale Wirtschaftsfaschismus wieder als menschenverachtender Schund geächtet wird, das sind Leute wie Klaus Zimmermann, der neben seiner Tätigkeit als Präsident des DIW auch noch Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA Bonn) ist, welches sich für die Einführung des Workfare-Prinzips und der Zwangsarbeit im deutschen Sozialstaat einsetzt.

“Wir waren auf einem guten Trip und haben uns unter erheblichen Opfern auf den Weg gemacht. Aber das wird beendet, weil jetzt Geld da ist. Nur ­ in der nächsten Rezession ist es nicht mehr da.”

Ich weiß zwar nicht, auf welchem Trip Klaus Zimmermann und seine neoliberalen Gesinnungsgenossen waren, aber vielleicht sollten sie einfach mal die Drogen weglassen. Die Opfer, welche Zimmermann erwähnt, haben übrigens nicht er und die ihn sponsernden Bosse aus der Wirtschaft erbracht, sondern die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft: Arbeitslose, Kranke, Behinderte, Alleinerziehende, Kinder, Studenten, Azubis, Rentner und Invaliden. Ob man dies als einen “guten Trip” bezeichnen will, ist wohl eine Frage der seelischen Gesundheit, die man bei Prof. Dr. Klaus Zimmermann und seinen Kollegen vielleicht einmal überprüfen lassen sollte. Denn wer die zunehmende Verarmung und Verelendung der Massen inklusive wachsender Kinderarmut als “guten Trip” bezeichnet, der kann nun wahrlich nicht mehr alle Tassen im Schrank haben.

Zudem verschweigt Klaus Zimmermann, dass das Geld, welches nun da ist, den armen Massen mit Hilfe der asozialen Reformen der Agenda 2010 entrissen wurde und mit den Leistungen von Unternehmen und Mietmäulern wie ihm wenig bis absolut gar nichts zu tun hat. Im Gegenteil, wenn Leute wie Prof. Zimmermann nicht permanent das Volk, die Arbeitnehmer und die wirtschaftliche Kraft Deutschlands schlechtreden und die Menschen über die tatsächlichen Verhältnisse belügen würden, wären vielleicht die Deutschen auch einmal wieder optimistischer und die Binnenkonjunktur käme besser in Gang, was sicherlich allen zum Vorteil gereichen würde.

Prof. Zimmermann, ich gratuliere Ihnen von ganzem Herzen zum Titel Neoliberales Lügenmaul des Monats! Sie haben ihn sich redlich verdient.

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