Hat der Bahnvorstand um Hartmut Mehdorn nicht mehr alle Tassen im Schrank?

Auf diesen Gedanken könnte man kommen, wenn man sich anschaut, wie Hartmut Mehdorn und die anderen Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn mit dem Streik der Lokführer umgehen. Die Gewerkschaft GDL hat ihre Forderungen immer wieder nachdrücklich benannt: ein eigener Tarifvertrag und ca. 30 Prozent mehr Lohn für die Lokführer, damit diese halbwegs das Niveau ihrer Kollegen im europäischen Ausland erreichen. Was davon haben Mehdorn und Konsorten, die sich bei der Höhe der eigenen Bezüge auch gerne am Ausland und insbesondere an den USA orientieren, nicht verstanden? Aber nein, lieber lädt man die Verhandlungsführer der GDL wiederholt zu sinnlosen Gesprächen, wo man immer wieder das gleiche magere und unzureichende Angebot unterbreitet wie schon zuvor.

Nachdem die Arbeitsgerichte der GDL auch Streiks im Fern- und Güterverkehr erlaubt hatte, wurde dieses Streikinstrument von der GDL bisher mit Augenmaß in befristeten Streiks genutzt. Dennoch ließen sich Wirtschaftsvertreter wie DIHK-Präsident und Milliardär-Söhnchen Ludwig Georg Braun zu vollkommen schwachsinnigen Anfeindungen gegen die Lokführer und die GDL in der BILD hinreißen. Dass Demokratie und Arbeitsrecht in solchen Kreisen häufig als lästig empfunden werden, während man sich bis heute die recht- und kostenlosen Zwangsarbeiter aus dem Dritten Reich zurückwünscht, ist aber nicht neu.

Nun droht in Kürze offenbar ein unbefristeter Streik der Lokführer im gesamten Bahnverkehr und was macht die Deutsche Bahn? Das:

In ganzseitigen Anzeigen fordert die Deutsche Bahn die Lokführergewerkschaft GDL zum Ende ihrer Streiks auf. “Stoppen Sie diesen Wahnsinn, Herr Schell!”, prangt in roten Lettern im Wirtschaftsteil der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, verweigere sich “seit Monaten jeglicher Verhandlung” kritisiert der Konzern. “Hören Sie endlich auf, ein ganzes Land zu bestreiken.” Mit dem massivsten Arbeitskampf in der Geschichte der Deutschen Bahn will die Gewerkschaft die Bahn in die Knie zwingen.

Seit wann haben lächerliche Hetzkampagnen mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen jemals einen Streik beigelegt, Herr Mehdorn? Außerdem wird nicht das Land bestreikt, sondern nur die Deutsche Bahn, dessen inkompetenter Vorstandschef Hartmut Mehdorn seinesgleichen sucht, wenn er gerade mal wieder die Bahn in Konkurrenz zum Flugverkehr setzt anstatt zu erkennen, dass die größte Konkurrenz der Bahn der Straßenverkehr ist. Die Deutsche Bahn könnte einfach mal genauso einlenken, wie sie es bei der Steigerung der Vorstandsbezüge um 300% seit dem Antritt von Hartmut Mehdorn getan hat. Es ist also nicht die Schuld der GDL, wenn die Unternehmen keinen Nachschub mehr bekommen sollten, sondern die Schuld von Hartmut Mehdorn und seiner unsäglichen Kollegin Margret Suckale.

Ansonsten bleibt mir nur noch, den Lokführern und ihrer engagierten Gewerkkschaft GDL weiterhin viel Erfolg bei den Streiks zu wünschen. Vielleicht gelingt es ihnen noch, neben einem eigenen Tarifvertrag und der verdienten Lohnerhöhung, die eigentlich alle Gewerkschaften in dieser Höhe hätten fordern müssen, den inkompetenten Bahnchef Hartmut Mehdorn und seine SpeichelleckerInnen aus dem Vorstand zu kicken. Oder vielleicht wächst die Solidarität des Volkes mit den Lokführern, so dass es sich endlich zum schon lange notwendigen Generalstreik erhebt und seine von der Industrie gekauften Verräter in den Parlamenten zum Teufel jagt. Zu wünschen wäre es.

Der Klassenkampf geht weiter!

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