Hessenwahl: Dummes Geschwafel von BDI-Präsident Jürgen Thumann und anderen “Wirtschaftsexperten”
Kaum sind die Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen vorbei, bei denen es der Linkspartei gelang, in beide Landtage einzuziehen, schon heulen die ersten so genannten Wirtschaftsexperten auf, dass ein Linksruck ja ach so übel für den Standort Deutschland sei. Allen voran der BDI-Präsident Jürgen Thumann, der auf so verabscheuungswürdige Vorgänger wie Michael Rogowski, Dieter Hundt (will u.a. das grundgesetzlich zugesicherte Streikrecht abschaffen) und SS-Offizier Hanns-Martin Schleyer zurückblicken kann:
Schließlich muss die Politik ja noch Geld haben, wenn die IKB mal wieder wegen riskanten Spekulationsgeschäften einige Milliarden Verluste vorweist. Dann muss Jürgen Thumann als Vorsitzender des Beraterkreises der IKB auf pralle Taschen voller Steuergelder hoffen können, oder? Oder soll man besser über Umverteilung von unten nach oben reden und nur die soziale Gerechtigkeit unter den Tisch fallen lassen? Ich bin mir sicher, Thumann meinte das genau so.
Es ist schon nicht mehr lustig, wie stark die Arbeitgeberverbände noch den Zwangsarbeitern des Dritten Reichs und dem Slogan “Sozial ist, was / wer Arbeit schafft” von Adolf Hitlers Steigbügelhalter Alfred Hugenberg nachhängen. Und ich dachte, Deutschland sei nach dem zweiten Weltkrieg entnazifiziert worden? Dabei hat man die Arbeitgeberverbände, die mir wie Zuchtstationen für Kapital- und Wirtschaftsfaschisten erscheinen, offenbar vergessen.
Klaus Zimmermann heult als Präsident des Berliner DIW und Direktor des IZA herum:
Wir brauchen in Deutschland noch nicht einmal mehr Wohlstand, denn unsere Gesellschaft ist bereits unermesslich reich. Dieser Wohlstand ist nur so grundfalsch verteilt, dass auf der einen Seite einige wenige Menschen zahlreiche Immobilien, diverse Unternehmensbeteiligungen und große Geldvermögen besitzen, während den Massen nicht einmal das selbst genutzte Eigenheim vergönnt ist, ohne sich halsbrecherisch verschulden zu müssen und mit einem Bein im Ruin zu stehen, sobald sie den Job verlieren. Aber das darf man als Wirtschaftsfaschist Wirtschaftsexperte natürlich nicht sagen, wenn man auch morgen noch als akademische Natter von der Brust der Arbeitgeberverbände gespeist werden will.
Abschließend noch ein Beispiel, was Wirtschaftsexperten wie Jürgen Thumann und seine neoliberalen Mittäter Kollegen unter wirtschafts- und menschenfreundlicher Umverteilung verstehen:
Im Oktober 2006 musste sich Jürgen Thumann in Anlehnung an die Heuschreckendebatte dem Vorwurf stellen, er sei „schlimmer als eine Heuschrecke“. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Der Betriebsratschef Peter Trapp der Firma Spedition Dehnhardt in Meinerzhagen, die Jürgen Thumann gehört, warf Thumann vor, er habe „die Firma systematisch ausbluten“ lassen. Eine zweite Firma von Jürgen Thumann hatte, nachdem die Spedition Dehnhardt Verluste schrieb, die 120 Lkw des Unternehmens für 3,7 Millionen Euro (unrealistische 30.000 Euro pro LKW) übernommen und danach die Firma durch Leasinggebühren und Mietkosten nahe an die Insolvenz gebracht.
Die Gebäude der Spedition hatte Thumann nach dem Kauf von Dehnhardt einer seiner anderen Firmen überschrieben. Die Lastwagen waren an die Thumann-Holding verkauft worden. Danach musste die Spedition Dehnhardt Miete für die Hallen und für die Fahrzeuge zahlen. Die Reparaturen an den LKW übernahm aber nicht die Thumann-Holding, der sie gehören. Die musste Dehnhardt bezahlen. Der Betriebsrat kritisierte, die Reparaturkosten seien hoch, weil Jürgen Thumann seit sechs Jahren keine neue Zugmaschine mehr angeschafft habe.
So jonglieren die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten mit Millionen, mit Arbeitsplätzen und mit den Menschen – ganz ohne Skrupel. Dazu fällt mir nur noch E wie Enteignung ein


am 29. Januar 2008 um 15:46:23 Uhr.
[...] aber fühlt sich wohl. Deshalb singt er das Lied seiner Herren, jenes garstige Lied wie es die Perspektive 2010 und der Spiegelfechter so klar und deutlich beschreiben. Gefangene Vögel singen von der [...]
am 28. März 2008 um 17:10:40 Uhr.
[...] bin der festen Überzeugung, ohne die Wirtschaft geht nichts” , sagte BDI-Präsident Thumann vor einiger Ziet in einer Hörfunksendung des SWR.Und weiter: “Die Wertschöpfung wird zu [...]