Neoliberaler der Woche: Thilo Sarrazin (SPD)
Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD)Â ist schon ein Herzchen. Da entwickelt er in Blockwart-Manier einen Speiseplan für Hartz IV-Empfänger und bekommt nur Contra. Kann doch mal passieren, dass man die Getränke komplett “vergisst” oder meint, dass Leitungswasser ja kostenlos aus der Leitung kommt. Vielleicht will Thilo Sarrazin die Betroffenen ja auch einfach verdursten lassen, damit auch der letzte Depp begreift, dass nur Arbeit frei macht:
In den Konzentrationslagern während der Zeit des Nationalsozialismus war die Tor-Aufschrift eine zynische Umschreibung für den angeblichen Erziehungszweck der Lager. Vor dem Hintergrund des tatsächlich zugrundeliegenden Prinzips Vernichtung durch Arbeit ist der Zynismus der Aufschrift als in höchstem Maße menschenverachtend anzusehen.Â
Zynisch und menschenverachtend ist auch der vorgeschlagene Speiseplan von Thilo Sarrazin für Hartz Iv-Empfänger, der mit der Bemerkung garniert wurde, dass dabei kein Geld für Alkohol eingeplant sei. Gerade so, als seien alle Arbeitslosen chronische Säufer, die nur deshalb mit dem Sozialgeld nicht auskommen würden, weil der Alkohol so teuer sei. Aber Sarrazin hat ja einen Grund, warum er sich so asozial verhält:
Selten gab es einen besseren Beleg dafür, dass Hartz IV unter anderem dafür sorgte, dass die Kommunen damit die Löhne ihrer Beschätigten drücken können, weil der nächste 1 Euro-Jobber nur einen Anruf oder eine Androhung einer Leistungssperre entfernt ist. Um ganze 1,5 Milliarden Euro mögliche Mehrkosten sorgt sich Thilo Sarrazin, da müssen Menschen, in diesem Fall vor allem die Kinder, nun einmal zurückstecken. Schließlich müssen ja notleidende Banken wie die IKB, die sich vor lauter maßloser Gier verspekuliert haben, vom Staat wieder gesundgefickt werden. Dazu kommen noch die Landesbanken woe die WestLB und sicher bald auch einige Privatbanken, die nach dem Euro-Fläschen oder der Milliarden-Spritze vom Staat heulen werden.
So verweigert sich Thilo Sarrazin der Bekämpfung der Kinderarmut, während den Banken auf Kosten der Steuerzahler die Möglichkeit genommen wird, aus ihren Fehlern zu lernen. Mindestens ein paar Jahre Knast für die verantwortlichen Vorstände und Aufsichtsräte inklusive der vollständigen Einziehung aller Privatvermögen derselben sollten doch drin sein, oder nicht? Thilo Sarrazin könnte sich dann mit den Bankvorständen die Zelle teilen oder im Knast für 4,25 Euro pro Kopf kochen.
Thilo Sarrazin hat sich den Titel “Neoliberaler der Woche” vollauf verdient und sollte vielleicht überlegen, ob er nicht besser dem grünen INSM-Mietmaul Oswald Metzger zur FDP folgt. Dort ist so ein sozialdarwinistischer und populistischer Schwachsinn gerne gesehen, vielleicht gibt es gar einen Ehrenplatz im Guidomobil.
PS: Bei Thilo Sarrazin bedaure ich es sehr, dass ich nur den Titel “Neoliberaler der Woche” vergebe und nicht den Titel “A….loch der Woche”. Niemand hätte ihn derzeit mehr verdient als Sarrazin.
PPS: Da wirken die Warnungen aus der SPD vor einem angeblichen Sozialismus vor der Partei Die Linke plötzlich arg lächerlich. Denn selbst im Sozialismus schreibt man den Leuten nicht vor, was sie zu essen haben. Vielleicht vermag aber auch Soylent Green die perverse Fantasie von Thilo Sarrazin zu beflügeln?
PPPS: Wer in diesem Beitrag Ironie findet, darf sie behalten.

