Über Klaus Zumwinkel, das IZA Bonn und den richtigen Zeitpunkt

Ich denke, dass das Verfahren gegen Klaus Zumwinkel ein richtiger Zeitpunkt für mehrere notwendige Entscheidungen ist. Zum Beispiel:

  • Die Universität Bonn sollte die Kooperation mit dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA Bonn) beenden. Diese bringt der Universität Bonn keinerlei Vorteile, sondern eher neoliberale Monokultur in der Lehre. Am meisten profitiert nämlich das IZA Bonn von dieser Kooperation, welches sich so als seriöser und vermeintlich objektiv / wissenschaftlich verkaufen kann, obwohl dort nur einseitige Propaganda für angebotsorientierte Wirtschaftspolitik neoliberaler Prägung und die Einführung von Zwangsarbeit für Hilfeempfänger, verharmlosen Workfare genannt,  generiert wird.
  • Der neue Postchef sollte die Förderung für das IZA Bonn, wo Klaus Zumwinkel als Präsident tätig ist, beenden. Daher sollte die Deutsche Post-Stiftung mit sofortiger Wirkung keinen Cent mehr an das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) überweisen.
  • Sollte ein sofortiges Ende der Förderung des IZA Bonn nicht möglich sein, sollte zumindest Klaus Zumwinkel aus seinem Posten als Präsident des IZA entfernt werden.
  • Weiterhin sollte dem Institut zur Zukunft der Arbeit, welches als gemeinnützige GmbH (gGmbH)  firmiert, die Gemeinnützigkeit widerrufen werden. Dort wird unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit und mit Hilfe der Wissenschaft lediglich Lobbyismus und Propaganda, aber keine objektive Wissenschaft betrieben. Ein Blick auf die Positionen des IZA verdeutlicht dies:

    Zu den – teils kontrovers diskutierten – Reformvorschlägen des IZA für den deutschen Arbeitsmarkt zählen das Workfare-Konzept als Alternative zum Kombilohn-Modell, die Ablehnung der flächendeckenden Einführung von Mindestlöhnen, flexiblere (längere) Arbeitszeiten, die Lockerung des Kündigungsschutzes sowie die Anhebung des Renteneintrittsalters. Darüber hinaus fordert das IZA eine stärkere Berücksichtigung ökonomischer Aspekte im Zuwanderungsgesetz. Laut einer Meldung des Magazins Focus präsentierte der IZA-Direktor für Arbeitsmarktpolitik Hilmar Schneider auf einer Tagung den Vorschlag einer „Arbeitslosen-Auktion“, bei der Unternehmen Arbeitskraft ersteigern können.

    Das ist keine Wissenschaft, sondern pure Meinungsmache für die Interessen von Wirtschaft und Arbeitgeber. Die Arbeitgeberverbände können sich schließlich auch nicht zwecks Steuerersparnis einfach mal eben als gemeinnützig deklarieren. Denn gemein ist das IZA mit seinen Positionen und seinem Personal, das größtenteils anderen Propaganda-Instituten der Wirtschaft entliehen ist, allemal. Nur nützlich ist es in keinster Weise. Es ist einfach ein weiterer neoliberal stinkender Think Tank der Arbeitgeber wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), welche ihre Propaganda-Geschütze gegen den Sozialstaat und gegen den Wohlstand für alle, ja gegen alle besitzlosen Menschen dieses Landes, ausgerichtet hat.

2 Kommentare zu “Über Klaus Zumwinkel, das IZA Bonn und den richtigen Zeitpunkt”

  1. INSM-Mietmaul Prof. Friedrich Schneider und die Realitätsverzerrung im Fall Klaus Zumwinkel « INSM Watchblog

    [...] (IZA) einstellen sollte, welches nicht mehr als ein weiterer Think Tank der Arbeitgeber ist, hat Perspektive2010 bereits sehr schön [...]

  2. Duckhome

    Zumwinkel – Elitenförderung durch die deutsche Justiz…

    Es kam wie es nach Ackermann, Hartz, Pierer und all den anderen zu erwarten war. Die deutsche Justiz zeigte sich wieder einmal einem Leistungsträger (Leistungsträger ist ein anderes Wort für gnadenlosen Abzocker) gnädig. Zwei …


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