Roman Herzog: Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing

Ich habe ja über Roman Herzog und seine für einen Alt-Bundespräsidenten absolut unwürdigen Äußerungen zu Demokratie und Demographie berichtet. Heute dachte ich mir, dass ich einfach mal mit Google in den News nachschaue, was andere über Roman Herzogs ekelhaften Versuch zur Spaltung der Generationen in Deutschland schreiben und ob diese dabei auch sein Wirken beim demokratiefeindlichen Konvent für Deutschland beleuchten. Dabei stolperte ich zufällig über die Website des Roman Herzog Instituts e.V., wo ich mit folgendem Text begrüßt wurde:

Das ROMAN HERZOG INSTITUT begleitet die Arbeit der bayerischen Arbeitgeberverbände und hinterfragt kritisch deren Positionen. Das Institut versteht sich als eine Plattform für freies Nach-, Vor- und Querdenken, das im interdisziplinären Diskurs visionäre, inspirierende Antworten auf brennende Fragen unserer Zeit behandelt. Die Antworten werden so aufbereitet und kommuniziert, dass sie für die Arbeit der institutstragenden Verbände sowie für die Entscheider in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als innovative, wertvolle Lösungsansätze dienen.

Kurzum, Roman Herzog und dieses Institut betätigen sich direkt als Lobbyist der Arbeitgeberverbände, das restliche Geschwafel über das angebliche Querdenken und Hinterfragen soll wohl nur davon ablenken, wessen Interessen sie vertreten. Vorsitzender dieses ominösen Vereins ist zufällig Randolf Rodenstock, der aufmerksamen Lesern schon als Mitglied des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bekannt sein dürfte. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass das Roman Herzog Institut e.V. wohl nichts weiter als eine weitere Lobbyklitsche der Arbeitgeber ist. Wem das noch nicht reicht, der läßt sich vielleicht von dem Copyright-Hinweis am Ende der Website überzeugen:

© vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.

Roman Herzog kann froh sein, dass heute Sonntag ist und ich relativ entspannt bin. Andernfalls hätte ich ihm nahegelegt, der jungen Generation einfach dadurch zu dienen, dass er sich eine Kugel in den Kopf jagt und sein gesamtes Vermögen für die Förderung von Schulen oder Kindergärten spendet.

Aber so ernenne ich Roman Herzog lediglich zum Neoliberalen der Woche. Er sitzt, auf Kosten der Steuerzahler luxuriös versorgt und für seine unredliche Lobbyistentätigkeit sicher noch zusätzlich fürstlich von den Arbeitgeberverbänden entlohnt, auf dem hohen Ross und hetzt von dort aus gegen sozial Schwache und hetzt Jung gegeneinander Alt auf, damit die Menschen die wahren Feinde der Gesellschaft von oben nicht wahrnehmen, die Roman Herzog so engagiert vertritt. Möglicherweise könnte man Herzog auch unterstellen, korrupt zu sein, aber das würde eine aktuelle politische Tätigkeit und Rolle im politischen Tagesgeschäft voraussetzen. Das Attribut der ordinären Käuflichkeit und des unseriösen Lobbyismus trifft es in diesem Fall wahrscheinlich besser.

Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung, Herr Herzog!

PS: Hoffentlich kommt Roman Herzog nun nicht auf die Idee, mir den Roman-Herzog-Medienpreis für die schonungslose Berichterstattung über ihn, den Konvent für Deutschland und sein unredliches Wirken gegen die Solidargemeinschaft zu verleihen. Andernfalls müßte ich ihm erstmal ordentlich vors Knie treten :lol:

2 Kommentare zu “Roman Herzog: Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing”

  1. deine-Gesellschaft » Problem - Ziel: Provokation der Gesellschaft

    [...] at 06:03 am | Tagged as: Allgemein gesellschafta. > > du kapierst es scheinbar nicht. mir ging es darum, dass hier > menschen ausgegrenzt werden, die offensichtlich nicht ins > stadtbild passen. heute [...]

  2. Lobbywatch-Europe.org» Blogarchiv » Die Rentner-Demokratie und die Rolle des Roman Herzog Instituts e.V.

    [...] dem Blog Perspektive2010 wurden wir im Zusammenhang mit Roman Herzogs unsäglichem Versuch, die Jungen gegen die Alten [...]


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