Arschloch des Tages: Andreas Wildhagen von der Redaktion der Wirtschaftswoche in Düsseldorf
Der Dr. Andreas Wildhagen von der WirtschaftsWoche, einem ausgewiesenen Propagandakanal der menschenverachtenden Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) - gerne verharmlosend Medien-Partnerschaft genannt - und der Arbeitgeberbände, hat sich den Titel zum Arschloch des Tages einiges kosten lassen. Ich will aber nicht zu viele Worte zu diesem A mit Loch verlieren, außer dass er auf widerlichste Art und Weise gegen Erwerbslose im Allgemeinen und Hartz IV-Bezieher im Besondern hetzt, gestützt auf eine anonyme “Studie” eines anonymen “Strommanagers”. Den Kern des widerwärtigen Artikels haben die Jungs von FIXMBR zusammengefasst, so dass ich mir diese Arbeit sparen kann. Nur diese Passage aus dem Artikel will ich zitieren, damit sie gesichert ist, auch wenn sie ggf. später mal von der Wirtschaftswoche geändert werden sollte:
Ein Strommanager fasste sich kürzlich mehr als nachdenklich an den Kopf. „Wir haben eine Studie gemacht zum Thema ‚Wie spare ich Strom’, und wissen Sie, was dabei herausgekommen ist?“ Der Mann konnte es nicht fassen: „Den höchsten Stromverbrauch haben Hartz-IV-Empfänger!“
Der Grund: Diese Leute bleiben die längste Zeit tagsüber zu Haus. Im Jogginganzug verzehren sie ihre Pommes Majo auf dem Sofa oder im Bett - und in allen Zimmern dudelt dabei der Fernseher – nonstop. Der Strommanager weiter: „Wir haben denen gesagt, schaltet wenigstens einen Fernseher aus, dann könnt ihr Strom sparen“. Das Besondere an diesem Satz ist, dass er von einem Vorstandsmitglied eines Kraftwerksbetreibers stammt.
Ich weiß nicht, welcher Koks- oder anderen Drogen-Fantasie Andreas Wildhagen diesen ominösen Strommanager entnommen hat, ich halte ihn jedoch samt der angeblichen Studie für nicht existent, eine Mär. Ich denke vielmehr, dass der Artikel mal wieder gezielt die Meinung der Massen gegen die Schwachen der Gesellschaft in Stellung bringen sollte. Womit aber keiner dieser neoliberalen Verbrecher rechnet: mancher Schuss kann schnell nach hinten losgehen. Ich las schon gestern in einem Forum von dem Bedauern des Schreibers, dass zu Andreas Wildhagen im Telefonbuch von Düsseldorf keine vollständige Adresse zu finden sei. Aber vielleicht geben sich die entsprechenden Personen ja auch damit zufrieden, wenn sie irgendwann herausfinden, wo vor den Redaktionsräumen der Wirtschaftswoche sein Auto steht. Oder sie begnügen sich mit einer saftigen Beschwerde über Andreas Wildhagens schmierigen Artikel an die Mailadresse unternehmen@wiwo.de. Dieser sollte übrigens zwecks Wahrung der eigenen Glaubwürdigkeit offenbaren, wer dieser ominöse Strommanager gewesen sein soll und zu welchen Energiekonzern er gehört. Andernfalls wäre wenigstens eine angemessene Entschuldigung an gleicher Stelle nötig, wo auch der Artikel erschienen ist.


am 8. Juli 2008 um 05:00:43 Uhr.
[...] Wirtschaftswoche gegen soziale Schwache agitiert hat. Daraufhin bekam er den begehrten Titel Arschloch des Tages verliehen. Nun sah er sich wegen des Drucks der Öffentlichkeit zu folgendem Nachtrag in seinem [...]