Kinderarmut durch Hartz IV
Die Hartz-Gesetze, vor allem der bewußt zu niedrig kalkulierte Regelsatz des ALG2, haben Armut in Deutschland wieder zu einem Massenphänomen werden lassen. Ausgrenzung, geringere Lebenschancen, schlechte Gesundheitsversorgung und Hartz IV als Abstellgleis sind für eine reiche Gesellschaft wie unsere eine besonders große Schande. Statt Menschen aus den Sackgassen ihres Lebens zu holen, läßt man sie heute lieber gnadenlos in selbigen verrecken. Und der Verbrecher dieser asozialen Gesetze, VW-Nuttenbaron Peter Hartz, läuft immer noch frei herum.
So sehr schon Erwachsene unter dem schleichenden Massenmord durch Hartz IV leiden, umso mehr leiden Kinder und Jugendliche darunter, denen weder ausreichende Ressourcen für ihr wachstumsbedingte Mehrernährung noch für die Anschaffung von Utensilien für den Schulbesuch zugestanden werden. Im Gegenteil, für Kinder und Jugendliche gilt ein reduzierter Regelsatz bzw. maximal der Regelsatz eines Erwachsenen. Von den durch die Politik gedroschenen Phrasen von “Chancengerechtigkeit” und “Chancen durch Bildung” bleibt so nicht viel übrig, außer ein unangenehmer Beigeschmack wegen der Nähe zu dem verlogenen Slogan “Chancen für alle” der menschenfeindlichen Wirtschaftsfaschisten von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Das Erwerbslosenforum Deutschland hat deshalb ein Informationsportal und einen Aufruf gegen Kinderarmut durch Hartz IV ins Netz gestellt, wo umfassend darüber informiert wird, wie Familien und Kinder durch Hartz IV in Armut und Elend getrieben werden.
Ich denke, dass es langsam reicht mit Infoseiten und kritischen Auseinandersetzungen in Textform. Wir werden die dreckigen Wirtschaftsfaschisten durch Reden und Schreiben nicht los. Dazu brauchen wir vielmehr einen Generalstreik oder eine Revolte. Lassen wir doch einfach mal mindestens 4-6 Wochen in Deutschland jegliche Erwerbstätigkeit jenseits der notwendigen Grundversorgung der Bevölkerung ruhen. Dann kämen die Kapitalmärkte so sehr in Wanken, dass wir wieder einen Gesellschaftsvertrag durchsetzen könnten, der die bedingungs- und repressionslose Gewährung der Grundbedürfnisse aller einschließt und der maßlosen Ausbeutung ein Ende setzt. Denn das größte Problem der Menschen in Deutschland ist ihre Ohnmacht. Sie geben bei Wahlen ihre Stimmen irgendwelchen schleimigen Parteisoldaten, die nach der Wahl stolz verkünden, dass sie das Gegenteil des Wahlprogramms durchführen wollen und sich von der Wirtschaft kaufen lassen. Wenn das Volk so durch die ungenierte Korruption seiner Abgeordneten die Macht verliert, ist die Demokratie bereits tot. Deshalb brauchen wir ein alternatives Machtinstrument wie den Generalstreik und zusätzlich weitere basisdemokratische Elemente. Wir sollten damit aber nicht so lange warten, bis Wolfgang SSchäuble (CDU) den Einsatz der Bundeswehr im Inneren durchgesetzt hat, sondern uns dieses Recht so bald wie möglich einfach nehmen. Sonst haben wir bald gar keine Chance mehr und vegetieren nur noch als Sklaven einer Wirtschaftsdiktatur vor uns hin.

