Stichwort Christliche Gewerkschaften
Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich von Religionen und insbesondere von den christlichen Kirchen nichts halte, weil ich das Christentum in seiner institutionalisierten Version nur für einen korrupten Helfershelfer beim Zementieren der ungleichen und ungerechten Verhältnisse im Diesseits betrachte. Und es gibt so viele, die sich selbst als christlich bezeichnen, aber mit der ursprünglichen christlichen Ethik so viel zu tun haben wie der Teufel persönlich, z.B. die CDU / CSU oder das bürgerlich-christliche Lager. Oder fundamentalistische Gruppierungen wie The Call / The Cause, welche man wohl am ehesten als potentielle Terroristen des Christentums bezeichnen kann.
REPORT MAINZ liefert mit einem Bericht über von Arbeitgebern käufliche, christliche Gewerkschaften ein weiteres Beispiel dafür, dass dort, wo einzig mit einem gewissen Kalkül “christlich” draufsteht, häufig nur die allerletzte Scheisse drin ist:
Wie hier in der Gesundheitsbranche in Sachsen schließt die DHV auf einmal in der ganzen Republik Tarifverträge ab. Aber wie kommt eine solche Gewerkschaft überhaupt an Mitglieder? Offenbar hilft der Arbeitgeber nach.
Das hat dieser Betriebsrat eines Altenpflegeheims in Brandenburg zu spüren bekommen. Sie waren entmachtet worden. Neue Betriebsräte kamen ans Ruder. Betriebsräte, sagen sie, die nicht zu den Kollegen, sondern zum Chef hielten. Erst im Nachhinein haben sie erfahren, dass die meisten der Betriebsräte damals frischgebackene DHV-Mitglieder waren.
In diesem Brief informierte der Heimleiter seine Konzernspitze über die Gründung einer Betriebsgruppe der DHV. Bei diesen sechs Mitarbeiterinnen wurde mit Geld nachgeholfen: Der Arbeitgeber zahlte eine „Verantwortungszulage“ von 50 Euro monatlich, um den Gewerkschaftsbeitrag für die Mitarbeiterinnen zu kompensieren. Die DHV erklärt uns gegenüber, von der Aktion des Arbeitgebers nichts gewusst zu haben.
Auch in der Zeitarbeit ist es schon länger üblich, die Beschäftigten mit Hilfe solch “christlicher” Gewerkschaften noch mehr auszubeuten und so trotz Arbeit in Armut zu halten. Wie war das noch: Geben ist seliger denn Nehmen? Pustekuchen! Was genau ist an solch asozialen Arbeitgebern und korrupten Gewerkschaften eigentlich christlich?
Ein Grund mehr für den gesetzlichen Mindestlohn!


am 21. Juli 2008 um 14:01:30 Uhr.
[...] man dann noch an die unselige Rolle der << Christlichen Gewerkschaften >>, der Diakonie und der Caritas, der CDU und CSU - die << Ausbeutung von Menschen in der [...]