Maternus Hilger (DuMont / EXPRESS) göbbelt weiter

Dieses Mal zum Thema SPD:

Wann wir schreiten Seit’ an Seit’ - die alte Hymne der SPD klingt in letzter Zeit recht schräg. Die einen marschieren stramm nach links. Andere versuchen, mühsam in der Mitte Schritt zu halten, und wieder andere haben vollends die Orientierung verloren.

Komisch, interessanterweise sehen die tatsächlichen Zustände in der SPD nämlich so aus, dass auf der einen Seite die Basis stark für eine Rückkehr zu den alten Werten und der bürgernahen Programmatik der SPD vor Schröder votiert, welche heute ausschließlich noch ion der Linkspartei zu finden ist, während auf der anderen Seiten der Seeheimer Kreis, die Ex-Arschlecker von Gazprom-Kanzler Gerhard Schröder und andere Idioten am liebsten gleich mit der CDU und FDP zur neoliberalen Einheitspartei verschmelzen würden (Große Kotzeimer Koalition überall und ähnlicher Bullshit). Aber bei Hilger wissen wir ja inzwischen, wie er tickt und was er mit seinen dümmlich-bürgerlich-rechten Kommentaren bezwecken will.

Wenn die Genossen anscheinend schon nicht mehr wissen, wohin die Reise geht, wie soll es dann der Wähler noch wissen.

Kauft nicht beim Juden! Äh, nein, wählt nicht SPD! Wenn das mal nicht die üblich propagandistische Manipulation zur Stärkung von CDU / FDP aus dem Hause DuMont ist. Denn selbst in einem Kommentar sollte man sich solch subtiler Einflußnahme auf die Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger besser verkkneifen oder für den Stammtisch mit Spülwasser in Reagenzgläsern - in Köln mit der Bezeichnung Kölsch fälschlicherweise als Bier bezeichnet - aufheben.

Mit Ypsilantis Ritterschlag für die Linken geht die SPD schweren Zeiten entgegen - daran ändert auch der Rüffel der Parteispitze für ihr Vorgehen nichts.

Hach ja, die Linkspartei - das Lieblingsthema von Maternus Hilger. Irgendwie scheint es ihm nicht zu passen, dass die linke Programmatik der alten SPD heute noch bei der Linkspartei zu finden ist. Wahrscheinlich dachten er und andere bürgerliche Schwachmaten, dass sie mit dem Ende der SPD auch das Ende des Sozialstaats und des Grundgesetzes in Deutschland eingeläutet hätten. Gerüchte behaupten gar, dass Gerhard Schröder u.a. von Bertelsmann sowie anderen bürgerlichen Medien und Think Tanks so gepusht worden war, um alten Werte der SPD endgültig aus der Gesellschaft zu tilgen, damit der neoliberale Wirtschaftsfaschismus sich in Gänze entfalten kann. Denn wenn einer die SPD zerstört hat, so war es Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seiner idiotischen Ausrichtung zu einer ominösen “Neuen Mitte”, welche zuvorderst zu massiven Einschnitten für Arbeitnehmer und Hilfeempfängern führte, während Reiche und Arbeitgeber auf Kosten der Massen üppig beschenkt wurden. Wer sich ansieht, wo Gerhard Schröder heute seine Brötchen verdient, der weiß, für wen er diese menschenverachtende Politik des Sozialraubs und des Lohndumpings gemacht hat.

Was nützt die Schelte, wenn man ihr letzten Endes doch freie Hand bei ihrem Bund mit den Linken läßt.

Mit genau der gleichen Begründung sollte man endlich Wolfgang Clement und die anderen Korruptis des ehemaligen Schröder-Clans aus der Partei entsorgen. Denn wer Leute wie Wolfgang Clement nur mit Schelte davonkommen läßt, risikiert erneute Schäden und Wählerverluste für die SPD. Bezeichnenderweise findet Maternus Hilger für den korrupten Superschmarotzer Wolfgang Clement, der heute u.a. bei Adecco den Lohn für seine die Zeitarbeit begünstigende Politik einstreicht, aber nur lobende Worte in seinen Kommentaren. Das mus man sich vor Augen führen: Da ist jemand korrupt und schadet der Partei direkt, indem er den Wählern von der eigenen Partei abrät. Das ist für Hilger vollkommen in Ordnung. Dann will jemand mit Hilfe der Linkspartei in Hessen eine Regierung bilden, damit der Wille der Wähler endlich umgesetzt wird und Hilger göbbelt herum als sei die Linkspartei mindestens mit der RAF oder El Kaida auf eine Stufe zu stellen. Wie heißt eigentlich diese Geisteskrankheit? Oder ist es einfach nur Rückgratlosigkeit gepaart mit dem vollständigen Fehlen von Anstand und Moral?

Falls sich die SPD nicht vollends in alle Richtungen zerstreuen will, muss sie sich klar gegen die linken Heilsversprecher positionieren - eben Seit’ an Seit’ im Bund wie in den Ländern.

Stimmt, lieber sollte die SPD sich den Heilsversprechen des bürgerlichen Lagers anschließen, richtig? So wie “Freie Fahrt für freie Bürger” und anderen sinnfreien Rotz, während wahrscheinlich gleichzeitig die Armen und Schwachen aus Deutschlanf nach Afrika deportiert werden sollen, wo sie neben den Armen und Schwachen dort verrecken sollen, damit Leute wie Maternus Hilger und sein Arbeitgeber DuMont noch ein paar Steuern und Sozialabgaben sparen können. Deshalb kann man von Maternus Hilger auch keinen klugen Kommentar erwarten. Seine Worte entspringen eher der unseligen Trias aus Gier, Dummheit und Lüge. Armselig. Und genau deshalb passt er dort, wo er ist, so hervorragend hin: zu einem schäbigen Boulevard-Käseblatt, in dem wohl ein toter Fisch sofort schimmeln würde, wenn man ihn darin einwickelte.

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