Henner Schmidt (FDP): Arbeitslose sollen Ratten fangen
Henner Schmidt, FDP-Chef von Mitte und Fraktionsvize im Abgeordnetenhaus, machte den brillianten Vorschlag, dass Erwerbslose, welche Dank der üppigen Hartz IV-Sätze ohnehin häufig Pfandflaschen sammeln, doch auch gleich Ratten erledigen und dafür mit einem Euro je Ratte vergütet werden sollen:
Welches Menschenbild hinter diesem Polit-Vorstoß steht, verschlägt einem den Atem: Wo diese Leute sowieso nur den ganzen Tag nach Pfandflaschen suchen, können sie dabei gleich auch die Ratten erledigen.
Und in der Kanalisation schwimmen sicher auch noch viele Pfandflaschen rum – also eine klassische Win-Win-Situation für Henner Schmidt, der vor der Politik mitunter bei den Entlassungsexperten von McKinsey sein Dasein fristete. Einen Rückzug auf Grund seiner widerwärtigen und die Menschenwürde verletzenden Schnapsidee plant Schmidt nicht, im Gegenteil:
Die FDP will ihren Antrag am Donnerstag in die BVV von Mitte einbringen. Bleibt abzuwarten, ob “Rattenfänger” Schmidt genug Unterstützer versammeln kann.
Die neoliberale Geisteskrankheit in voller Aktion. Vielleicht sollte Henner Schmidt vorsichtig sein. Möglicherweise entwickelt seine Zielgruppe ein ganz eigenes Verständnis von dem Begriff “Ratte” und steht irgendwann unerwartet in seinem Büro – und verlangt nach getaner Arbeit von seiner Sekretärin den Euro für die erlegte Ratte. Aber das wäre wohl eine fruchtlose Arbeit, denn Ratten sind intelligente und soziale Tiere – dem Gros der FDP-Politiker fehlen solche Eigenschaften hingegen völlig.
Gute Besserung, Herr Schmidt!
PS: Dieser Text enthält satirische Elemente, die Intelligenzallergiker, beispielsweise begeisterte FDP-Mitglieder, nur schwer verstehen können. Wenden Sie sich bei möglichen Verständnisproblemen daher bitte an ihren Psychiater oder Apotheker.


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